Die Soldaten auf Zeit des Landesverbands Ost trafen sich zu einer Tagung in Halle-Brehna. Foto: DBwV

Die Soldaten auf Zeit des Landesverbands Ost trafen sich zu einer Tagung in Halle-Brehna. Foto: DBwV

11.05.2026
Gabriela Raue

Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit

Der Landesverband Ost hat wieder seine regelmäßig stattfindende Tagung für Soldaten auf Zeit (SaZ) in Halle-Brehna vom 18. März bis 19. März durchgeführt. Diese Veranstaltung dient primär der Information über rechtliche Rahmenbedingungen, Karrieremöglichkeiten nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr und die soziale Absicherung während und nach der Dienstzeit. Aber auch aktuelle Problemlagen und Fragen der Teilnehmer standen im Fokus der Tagung.

Die berufliche Realität von Zeitsoldaten ist durch eine Besonderheit geprägt: Das Ende der Dienstzeit ist von Beginn an fest eingeplant. Um den Übergang in das zivile Leben erfolgreich zu gestalten und über aktuelle wehrrechtliche Änderungen aufzuklären, waren wieder Experten vor Ort, um Rede und Antwort zu stehen.

Im Fokus dieser Veranstaltung standen unter anderen diese Themen:

Rechtsberatung für die SaZ (R6):

Mimi Menzel, Referentin R6 aus der Rechtsberatung des DBwV erläuterte zu  aktuellen Gesetzesänderungen, wie etwa Anpassungen im Soldatengesetz oder neue Regelungen zur Attraktivitätssteigerung des Dienstes, z.B. Prämienvergabe. Anhand von Beispielen konnten Fragen der Teilnehmer direkt vor Ort geklärt werden. Besonders aufmerksam wurden die Hinweise der Referentin zu den Verpflichtungsprämien verfolgt.

Aktuelle Verbandspolitik (Landesvorsitzender):

Hauptmann Baasch erläuterte den Teilnehmern ein breites Spektrum aktueller verbandspolitischer Themen. Die große Anzahl der Nachfragen und Beiträge der Teilnehmer dazu veranschaulichte, dass der DBwV die wichtigen Herausforderungen im Blick hat.

  • Berufsförderungsdienst (BFD Magdeburg): Ein Kernaspekt ist die frühzeitige Planung der zivilen Karriere. Das Team um Herrn Fricke stellte die Ansprüche und Möglichkeiten nach dem Soldatenversorgungsgesetz vor. Es wurde eine BFD-Plattform vorgestellt, auf welcher man sich über Fortbildungen und den Einstieg in den Arbeitsmarkt informieren kann.
  • Auslandsozialdienst:  Auslandstrennungsgeld, Umzugskostenvergütung, Absicherung der Familie, - alles das sind Fragen, die durch Frau Wolf vom Auslandssozialdienst beantwortet werden konnten. Die Aufstellung der Brigade in Litauen wirft für die Teilnehmer der Tagung viele Fragen auf, die vertiefend diskutiert wurden.
  • Attraktivitätssteigerung für SaZ: Herr Oberstlt Schmidt referierte über die laufende Aufstellung der Brigade 45 in Litauen. Dabei unterstrich er auch das Defizit an Freiwilligenmeldungen von Mannschaftsdienstgraden. Dieses Thema stößt auf großes Interesse und es wurde ausführlich diskutiert.
  • Krankenversicherung (Conti): Auf eine Reihe von oft übersehenen Problemstellungen bei der Absicherung der Soldaten für die „Zeit danach“, aber auch für deren Familien im Zusammenhang mit dem Dienst im Ausland wies Herr Geis von der Continentalen hin. Seine neutrale Darstellung und Expertise kamen sehr gut bei den Zuhörern an.  

Vernetzung und Kameradschaft

Neben der reinen Informationsvermittlung steht der Austausch zwischen den Teilnehmern aus dem gesamten Landesverband im Vordergrund. Die Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, um über Erfahrungen aus dem Dienstalltag oder Übungs- und Auslandseinsätzen zu berichten. Auch kritische Themen wie die Anwendung der Prinzipien der Inneren Führung wurden diskutiert.

Fazit

Der Tagungsleiter resümierte: „Solche Tagungen sind unverzichtbar, um Zeitsoldaten die nötige Sicherheit für ihre Zeit nach der Bundeswehr zu geben. Sie fungieren als Wegweiser in einer Phase der "Zeitenwende", in der die Anforderungen an die Einsatzbereitschaft der Truppe stetig wachsen.“

Bei der abschließenden Fragerunde wurden nochmals Herausforderungen deutlich: So bestehen weiterhin zu wenige Informationsmöglichkeiten für Mannschaften. Ebenfalls werden mehr Informationen zu Besoldungsfragen und dem AEZ gewünscht, aber auch zu Themen wie dem neuen Wehrdienst und Verpflichtungszeiten für SaZ. 

Stabsfeldwebel Nicolai freute sich über die aktive und diskussionsfreudige Beteiligung der SaZ an seiner Tagung und nahm viele Anregungen für seine Arbeit in der AG SaZ im Bundesvorstand mit. 

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