Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Der Landesverband Ost feiert Geburtstag – Die „Armee der Einheit“ wurde im DBwV verwirklicht
Der Aufwuchs der Reserve als sicherheitspolitische Aufgabe
Wüstner: „Gefahr ist groß, dass Russland die Situation ausnutzt“
„Vielleicht geht es um alles“
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Am Ende wurde es einsam um ihn: Christof Gramm zu Beginn seiner Amtszeit als MAD-Chef in einem Besprechungsraum des in Köln beheimateten Bundesamtes. Foto: picture alliance / dpa | Federico Gambarini
Berlin. Überraschend war die Entlassung von Christof Gramm nicht. Auch nicht für den Präsidenten des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) selbst, wie er in einem Schreiben an die Mitarbeiter des Bundesamtes zugibt.
Die Entlassung habe sich „seit langer Zeit angekündigt“, heißt es in dem Abschiedsbrief, von dem „Spiegel Online“ berichtet. Gramm sah sich demnach auch stellvertretend für den „alten“ MAD, den er vor fünf Jahren übernommen hatte und seinerzeit einen schlechten Ruf genoss. „Hoffnungslos verkrustet und von Intrigen gelähmt“ sei der Geheimdienst damals gewesen, heißt es im Beitrag von „Spiegel Online“. Trotz vieler erreichter Verbesserungen in den vergangenen Jahren musste Gramm nun seinen Hut nehmen – auch, weil Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer den Neuanfang des Dienstes personell nach außen sichtbar machen wollte.
Gramm schreibt, man habe „eine ganze Menge erreicht und dabei auch dazugelernt". Den MAD sieht Gramm „auf dem richtigen Weg“. So habe sich die Aufklärung von rechten Netzwerken und Strukturen verbessert, ebenso die Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz, ein Punkt, der immer wieder scharf kritisiert wird. Für die Reform des MAD brauche es einen langen Atem, doch „in unserer chronisch aufgeregten Gesellschaft“ sei das Verständnis dafür nicht immer vorhanden, so der 62-jährige Jurist.
Auch die Verteidigungsministerin schien nun die Geduld mit dem MAD verloren zu haben. Unter dem Druck der Negativ-Schlagzeilen der vergangenen Monate muss Kramp-Karrenbauer sichtbare Erfolge vorweisen. Bei einem Truppenbesuch in Faßberg sagte sie am Freitag (25. September): „Unser Ziel ist es, dass der Militärische Abschirmdienst die Speerspitze des Kampfes gegen Extremismus in der Bundeswehr ist.“ Gramm habe das in den vergangenen sechs Jahren mit „viel Herzblut“ vorangetrieben. Nun sehe man aber, dass man in eine neue Phase komme, in der zusätzliche Dynamik und zusätzliche Maßnahmen notwendig seien, so die Ministerin. Diese neue Phase sollte auch mit einem personellen Neuanfang an der Spitze sichtbar sein, fügte Kramp-Karrenbauer hinzu.
Wer nun nach Gramm die Führung des MAD übernehmen soll, ist noch nicht durchgesickert. Der Posten gilt als Schleudersitz und Karriere-Killer, so kann man davon ausgehen, dass sich Zahl der Interessenten in Grenzen hält. Ein Problem für die Ministerin, muss sie doch eine Top-Personalie aufstellen, wenn ihr angekündigter Neuanfang nicht gleich zu Beginn seine Glaubwürdigkeit verlieren soll.
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