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Übertragung Tarifabschluss und verfassungskonforme Alimentation
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Der neue Player in der Innovationslandschaft der Bundeswehr
Neue Personalstruktur – nicht bloß ein Thema für das Unteroffizierkorps
Drei Tage nach Social Media-Verkündung: Verteidigungsminister und GI erlassen Tagesbefehl
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
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Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
„Die Wertschätzung für die Soldaten und ihren Dienst spielt eine immer größere Rolle“
Erinnerung an Stefan Kamins
Erinnerung an Tobias Lagenstein und Thomas Tholi
Erinnerung an Hauptmann Markus Matthes
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Das Duo an der Spitze des Veteranenbüros: Oberstleutnant Michael Krause und seine Stellvertreterin Oberstleutnant Sylvia Mehl. Foto: DBwV/Yann Bombeke
Vor zweieinhalb Jahren wurde in Berlin das Veteranenbüro als zentrale Anlaufstelle für alle aktiven wie ehemaligen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr eröffnet. Die Einrichtung kommt gut an – auch in der Bevölkerung, berichtet der Leiter, Oberstleutnant Michael Krause im Interview..
Seitdem im Januar 2024 das Veteranenbüro eröffnet wurde, hat sich in Sachen Veteranenkultur in Deutschland einiges bewegt, allein schon durch den Nationalen Veteranentag. Verzeichnen Sie auch in Ihrem Veteranenbüro ein gesteigertes Interesse?
Oberstleutnant Michael Krause: Ja, das kann ich klar bestätigen. Wir haben seit unserer Eröffnung ca. 2.000 Fälle bearbeitet. Das sind persönliche Kontaktaufnahmen, Besuche im Veteranenbüro sowie eingehende Emails und Telefonanrufe über unsere Hotline. Dazu haben wir über 2.400 Besucher in unseren Räumlichkeiten und bei unserer Promotion Tour am Veteranentruck empfangen. Und das durchweg positive Feedback aus der Politik, aus der Veteranencommunity, aus der Bundeswehr aber auch aus der Gesellschaft wie Industrie und Unternehmen motiviert uns für unsere weitere Arbeit.
Mit welchen Anliegen kommen die Veteraninnen und Veteranen auf Sie und Ihr Team zu?
Die Anfragen betreffen eine Vielzahl von Themenbereichen, „es gibt nichts was es nicht gibt“. Z.B. gibt es Anfragen und Bitten um Unterstützung zu den Themen Veteranenabzeichen, PTBS, WDB, Wiedereinstellung und Karriere und zu fehlenden Personalunterlagen, die für die Rente, Versorgung benötigt werden. Und, immer mehr Veteranen möchten gerne aktiv unsere Arbeit unterstützen oder sich beim Nationalen Veteranentag einbringen. Unser Motto lautet: „Wir kümmern uns und lassen niemanden zurück!“ Das heißt: wenn ein Veteran oder eine Veteranin bei uns anruft, eine E-Mail schickt oder hier vorbeikommt – dann nehmen wir uns seiner, ihrer Sache an. Ganz wichtig für uns, sie müssen sich wahrgenommen fühlen. Dazu gehört eben auch die Empathie, die meine sechs Mitarbeiter alle mitbringen.
Ist das Veteranenbüro inzwischen zu einer festen und bekannten Institution innerhalb der Bundeswehr geworden?
Das können eigentlich ja nur andere beantworten, aber aus unserer Perspektive können wir das bejahen. Gerade bei der Vorbereitung des Nationalen Veteranentages registrieren wir ein starkes Interesse zum Thema Veteranen auch in der Bundeswehr. Mit dem ZInFü, OSH und USH u.a führen wir Seminare durch, um das Thema weiter in die Truppe zu bringen. Und i.R. unserer Promotion Tour und Öffentlichkeitsarbeit sind wir im gesamten Jahr auch an den unterschiedlichen Standorten unterwegs.
Haben Sie den Eindruck, dass das Veteranen-Thema inzwischen auch außerhalb des „Mikrokosmos Bundeswehr“ angekommen ist?
Wir sind auf einem guten Weg. Das Thema Veteranen hat sich ja im Laufe der letzten 20 Jahren „von unten nach oben“ entwickelt. Dafür muss man den Veteranen in ihren Vereinen und Verbänden großen Respekt und Dank zollen. Mit den Einsätzen, dem Angriffskrieg Russlands gegen die UKR 2022 , den Invictus Games 2023 in Düsseldorf, der Eröffnung unseres Veteranenbüros der Bundeswehr im Januar 2024 als „die zentrale Ansprechstelle für alle Veteranen der Bundeswehr“ sowie für alle Verbände, Organisationen und Institutionen, die sich in der Veteranenarbeit engagieren und last but not least der Bundestagsbeschluss zur Etablierung eines Nationalen Veteranentages vom 25. April 2024 ist das Thema nicht nur in der Bundeswehr, sondern auch in der Politik und Gesellschaft mehr und mehr bekannt geworden. Auf dem Weg zu einer Etablierung einer Veteranenkultur in Deutschland gilt es weiter voranzuschreiten und Respekt, Anerkennung und Wertschätzung für Veteranen in die Gesellschaft zu transportieren. Hier werden wir unseren Beitrag als Veteranenbüro der Bundeswehr leisten und aktiv mitgestalten.
Das Veteranenbüro ist als zentrale Anlaufstelle direkt auf die Veteranen der Bundeswehr und ihre Angehörigen ausgerichtet, aber bekommen Sie auch Feedback aus der allgemeinen Bevölkerung?
Ja und zwar durchweg ein positives Feedback. Insbesondere im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit, bei unserer Promotion Tour zeigen sich die Besucher sehr interessiert. Und der eine oder andere merkt dann, dass er auch Veteran ist und beantragt dann gleich das Veteranenabzeichen bei uns. Und, auch bei meinen Auslandsdienstreisen und bei den Besuchen internationaler Delegationen im Veteranenbüro ist „man“ sehr interessiert an der ja noch“ jungen Veteranenarbeit“ in Deutschland und meine Kameraden aus den Niederlanden, Dänemark und anderen Partnerländern bieten sofort ihre Unterstützung an.
Haben Sie den Eindruck, dass sich die gesellschaftliche Wahrnehmung verändert hat?
Ja, natürlich trägt die aktuelle herausfordernde sicherheitspolitische Lage und die weltweiten Konflikte dazu bei, dass sich die Bevölkerung mehr und mehr Gedanken um ihre eigene wie aber auch um die Zukunft unseres Landes macht. Und da spielt auch die Wertschätzung für die Soldaten der Bundeswehr und deren Dienst eine immer größere Rolle. Ich selbst spüre eine langsame veränderte Wahrnehmung in der Gesellschaft. Wenn ich bei Vorträgen, bei Diskussionsveranstaltungen auftrete oder mit der Deutschen Bahn in Uniform fahre, kommen oft Fragen bzgl. meiner Aufgaben und unseren Tätigkeiten als Veteranenbüro auf. Und immer öfters bedanken sich die Menschen für unseren Dienst und wünschen mir und uns weiter viel Erfolg. Dieses schöne Feedback motiviert und zeigt, dass wir mit unserer Arbeit auf dem richtigen Weg sind.
Wie bereiten Sie sich auf den zweiten Veteranentag vor, der ja nun unmittelbar bevorsteht?
Da der Nationale Veteranentag (15. Juni) dieses Jahr auf einen Montag fällt, findet das dazugehörige zentrale Fest am Reichstag in Berlin am darauffolgenden Wochenende statt – am 21. Juni. So soll es möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht werden, an dem Fest teilzunehmen, denn jeder und jede sind herzlich willkommen. Auf der Hauptbühne am Reichstag aber auch auf der Nebenbühne auf unserem Promotion Truck wird von 10 Uhr bis 19 Uhr ein buntes Programm für „Groß und Klein“ geboten. Das Motto ist dieses Jahr: „Veterans, Family und Friends“ also auf Deutsch: Veteranen, Familien und Angehörige “. Die Angehörigen und die Freunde sind ja diejenigen, die die Last zuhause tragen, wenn ein Soldat oder eine Soldatin in In- und Ausland eingesetzt wird. Und das wollen wir mit dem diesjährigen Motto würdigen und wieder ein buntes, informatives Familienfest feiern. Wir wollen aber dieses Jahr unserem Nationalen Veteranentag auch ein „Internationales Gesicht“ geben. Ich hatte ja bereits die bestehende bzw. zukünftige internationale Zusammenarbeit erwähnt, so laden wir die Kollegen und Kameraden der internationalen Veteranencenters, -institute etc. ein, an unserem Veteranentag teilzunehmen und auch über ihre Arbeit zu informieren.
Von The BossHoss und HeavySaurus über den YesChoir und M*Bates bis hin zu Heinz Rudolf Kunze und der Big Band der Bundeswehr ist auch musikalisch für alle etwas dabei. Es wird aber nicht nur gute Unterhaltung geboten. Der Tag schafft auch Raum für die inhaltliche Auseinandersetzung mit Fragen des Dienstes in der Bundeswehr und wie die Bundesrepublik eine Veteranenkultur pflegt. So gibt es beispielsweise eine Podiumsdiskussion auf der Hauptbühne und eine Fotoausstellung von Bryan Adams. Über mehrere Jahre hat der weltbekannte Musiker sich fotografisch mit dem Thema Veteranen auseinandergesetzt. Sein Werk zeigt die sichtbaren Verwundungen aus Dienst und Einsatz, dieses Mal mit im Einsatz versehrten deutschen Soldaten. Zusätzlich informieren die Veteranenvereine an zahlreichen Ständen über ihre Arbeit und auch das Veteranenbüro der Bundeswehr ist mit einem Team vor Ort. Ebenfalls werden viele Abgeordnete aus dem Bundestag und Landtagen, Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und der Generalinspekteur des Bundeswehr Carsten Breuer dabei sein.
Neben dem zentralen Fest in Berlin gibt es in jedem Bundesland der Republik weitere Veranstaltungen zum Nationalen Veteranentag. Diese finden entweder am Wochenende vor dem 15. Juni oder ebenfalls am Wochenende danach statt. In diesem Zusammenhang darf ich auf die zentrale Website zum Nationalen Veteranentag verweisen, wo das Programm aber auch die deutschlandweiten Veranstaltungen zu finden sind.
Was können interessierte Bürgerinnen und Bürger tun, um den Veteranentag mit Leben zu füllen?
Jeder und jede ist herzlich willkommen! Besuchen Sie die zentrale Feier in Berlin zusammen mit ihrem Angehörigen, Kinder und Großeltern, Freundinnen und Freunde und nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten zur Information und dem Austausch mit unseren Veteranen. Schauen Sie sich um, bestimmt ist auch in Ihrer Nähe, an Ihrem Wohnort etwas dabei. Und wenn nicht, motivieren Sie doch ihren Bürgermeister, Ihre Gemeinde, Ihren Verein, etwas für Veteranen zu veranstalten und so die Leistungen unserer Veteranen für Freiheit, Frieden und Sicherheit zu würdigen! Die Verbände und Vereine der Veteranencommunity stehen genauso wie wir mit „Rat und Tat“ an Ihrer Seite.
Wir sind per E-Mail unter Veteranentag@bundeswehr.org oder telfonisch über die Hotline Veteranentag unter 0151 - 1432 1727 erreichbar und für Sie da.
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