Die Teilnehmer der Bezirkstagung Berlin-Brandenburg. Foto: Paul Seraphim

Die Teilnehmer der Bezirkstagung Berlin-Brandenburg. Foto: Paul Seraphim

08.06.2026
Christian Weber

Erkner: Landestagung auf Bezirksebene in Berlin-Brandenburg

In den Jahren zwischen den Landesversammlungen stehen die Bezirksvorsitzenden in der Pflicht die Mandatsträger aus dem Verantwortungsbereich über die eigene Tätigkeit zu unterrichten und auf Herausforderungen im Bezirk einzugehen. Dazu hatte der Vorsitzende des Bezirkes Berlin-Brandenburg, Hauptmann Christian Weber Vertreter der Kameradschaften aus seinem Bezirk nach Erkner eingeladen.

„Eigentlich ist die Bezeichnung Berlin-Brandenburg für meinen Bezirk schon fast irreführend. Denn es gehören auch noch Kameradschaften in Polen, Litauen und der Türkei zu meinem Verantwortungsbereich“, so der Bezirksvorsitzende Hauptmann Christian Weber in seinen einführenden Worten zum Beginn der Tagung im Juni im Bildungszentrum Erkner. Neben einer gut gefüllten Tagesordnung mit vielen interessante Themen und Vorträgen, gab es aber auch genug Freiraum zum individuellen Austausch untereinander.

Traditionell begann der erste Tag mit dem Bericht des Bezirksvorsitzenden. Weber konnte dabei über die positive Entwicklung der Mitgliederzahlen berichten. Aktuell zählen mehr als 11.000 Mitglieder zu seinem Verantwortungsbereich, die in 33 aktiven und 12 Kameradschaften der Ehemaligen organisiert sind. Hinzu kommen noch vier Standortkameradschaften, dabei hat die kleinste Kameradschaft 19 Mitglieder und die größte knapp 800. Er hob ebenfalls positiv hervor, dass zwischenzeitlich in Litauen bereits zwei Kameradschaften gegründet wurden. Mit Günther von Steuben hat der Landesverband seit Jahresbeginn einen hauptamtlichen Ansprechpartner vor Ort. Dieser Umstand wirkt sich positiv auf die Entwicklungen der Verbandsarbeit in Litauen und den Informationsfluss zu den dort befindlichen Mitgliedern aus. 

Im Anschluss gingen der 2. Stellvertretende Bundesvorsitzende, Oberstabsgefreiter Marcus Meissner und der Landesvorsitzende des Landesverbands Ost, Hauptmann Ralf Baasch auf aktuelle verbandspolitische Themen und Arbeitsfelder ein. Emotionaler Punkt war dabei wie zu erwarten der aktuelle Beförderungsstopp zum Stabsfeldwebel. „Fast 20 Jahre ein Problem zu verzögern und dann am Wochenende über Soziale Medien verkünden, dass man nun gezwungen war zu handeln, war nicht die tollste Idee“, kommentiere einer der Teilnehmenden die Ausführungen des zweiten Stellvertreters zum Thema. 

Der erste Tag wurde durch einen Vortrag von Frau Doreen Fischer, der Bearbeiterin für den Landesverband Ost aus dem Bereich Controlling, Finanzen Administration und eine kleine Workshopphase abgerundet. In den Arbeitsgruppen, die nach Aktiven und Ehemaligen aufgeteilt war, ging es um den Austausch zu täglichen Herausforderungen im Ehrenamt. Bei den KERH wurde über eventuell notwendige Strukturanpassungen gesprochen und mögliche Handlungsoptionen für zukunftsfeste Gliederungen diskutiert. Diese aber auch andere Themen bestimmten dann die Gespräche beim abschließenden Kameradschaftsabend.

Am zweiten Tag nutze Oberstleutnant Martin Lesti, der Vorsitzende der im Jahre 2025 gegründeten TruKa Stab Heimatschutzdivision, seinen Vortrag um den Anwesenden den Auftrag, die Struktur und die mannigfaltigen Herausforderungen der weiter im Aufwuchs befindlichen vierten Division des Heeres vorzustellen. „Aus der zukünftig großen Anzahl von nicht aktiven Strukturen ergeben sich Chancen und sicherlich auch Veränderungen in den Strukturen des DBwV“, so Lesti abschließend.

„Auf die zu erwartenden Veränderungen ist der Verband vorbereitet, entsprechende Beschlüsse der 22. Hauptversammlung haben den Weg bereits aufgezeigt“, so Regina Lenz, die Leiterin des verbandlichen Servicecenters in ihrem Bericht. Wir werden damit in Kürze auf die Landesvorstände zukommen, damit wir zum geeigneten Zeitpunkt in die Umsetzung gehen können. Ebenso richtete sie erneut die Bitte an die Mandatsträger alle Mitglieder zu motivieren ihre persönlichen Daten beim DBwV aktuell zu halten. „Wenn wir hier vorwärtskommen, können wir viel Arbeitszeit und Geld einsparen“, so Lenz.

Im letzten Vortrag gewährte Frau Jacqueline Bergemann den Tagungsteilnehmenden noch einen kleinen Einblick in die Arbeit der Landesgeschäftsstelle. „Mandy Bartelt und ich sind gern dafür da Ihnen das Ehrenamt zu erleichtern“, so Bergamnn an die Zuhörenden gerichtet. 

Den Rahmen der Bezirkstagung nutzte Hauptmann Weber um verdiente Mandatsträger auszuzeichnen. Stabshauptmann Michael Richter erhielt die Verdienstnadel in Bronze für sein Wirken als Vorsitzender der Standortkameradschaft Berlin und der Truppenkameradschaft BMVg Berliner Dienstsitz. Oberstabsfeldwebel Thomas Köppe Vorsitzender der TruKa Kurmark-Kaserne in Storkow erhielt eine Dankurkunde des Landesvorsitzenden und Hauptmann a. D. Hans-Joachim Bernhardt konnte seine Auszeichnung für 30 Jahre Mandatstätigkeit im DBwV entgegennehmen.

„Ich danke allen die zum Gelingen meiner Bezirkstagung beigetragen haben. Einige Arbeitsergebnisse und Anregungen werden wir Schritt für Schritt in die Umsetzung bringen. Im Zentrum unserer ehrenamtlichen Arbeit stehen dabei immer die Mitglieder“, fasste der Bezirksvorsitzende die zwei Tage zum Abschluss zusammen. 

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