15.06.2022
dpa

Französische Truppen fassen islamistischen Terror-Anführer in Mali

Paris. Französische Truppen haben im westafrikanischen Krisenstaat Mali einen regionalen Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat in der Sahelzone (ISGS) gefasst. Oumeya Ould Albakaye sei unweit der Grenze von Mali zu Niger von Soldaten der Barkhane-Anti-Terror-Mission überwältigt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Paris am Mittwoch mit. Die Operation in der Nacht von Samstag auf Sonntag sei wochenlang vorbereitet worden.

Neben Angriffen auf die örtliche Bevölkerung wirft Frankreich dem Islamisten auch Attacken auf die Barkhane-Truppen vor, um sie aus Mali zu vertreiben. Weiter hieß es, der Schlag sei ein Erfolg für die französischen Anti-Terror-Mission und schwäche die Terrormiliz in der Grenzregion. Der ISGS ist ein bedeutender Ableger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Er wird vor allem für Anschläge in den Sahel-Staaten Niger, Burkina Faso und Mali verantwortlich gemacht.

Aufgrund erheblicher politischer Spannungen hatten Frankreich und seine internationalen Partner im Februar ein Ende des Anti-Terror-Kampfs in Mali verkündet und einen koordinierten Abzug der rund 4300 Soldaten angekündigt. In der Sahelzone, die sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt, sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. In Mali laufen zudem der EU-Ausbildungseinsatz EUTM und der UN-Stabilisierungseinsatz Minusma, an denen die Bundeswehr mit gut 1350 Soldaten beteiligt ist.

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