Rund zehn Frauen trafen sich zur konstituierenden Sitzung der Projektgruppe „Projektgruppe Gleichstellungsbeauftragte/Gleichstellungsvertrauensfrauen und Transgender". Foto: DBwV/Eva Krämer

Rund zehn Frauen trafen sich zur konstituierenden Sitzung der Projektgruppe „Projektgruppe Gleichstellungsbeauftragte/Gleichstellungsvertrauensfrauen und Transgender". Foto: DBwV/Eva Krämer

18.05.2026
Eva Krämer

Frauengesundheit, Diversität und Schutz vor Mobbing: Projektgruppe traf sich zur konstituierenden Sitzung

Vor kurzem kam die „Projektgruppe Gleichstellungsbeauftragte/Gleichstellungsvertrauensfrauen und Transgender“ mit rund zehn Frauen zur konstituierenden Sitzung zusammen. Es war die erste Sitzung seit der Hauptversammlung im November 2025. Der Bundesvorstand hatte in seiner Sitzung Ende März 2026 die erneut vorgelegte Projektskizze zur Fortführung dieser Projektgruppe beschlossen. „Wir haben einige bekannte Gesichter, aber auch neue dabei“, sagte Oberstabsfeldwebel Sascha Altenhofen, Vorsitzender Fachbereich Beteiligungsrechte im DBwV und Leiter der Projektgruppe.

„Nach der Hauptversammlung geht es jetzt darum, die beschlossenen Anträge zu bearbeiten und bis zur nächsten Hauptversammlung im Jahr 2029 neue zu generieren“, so Altenhofen.

Zum ersten Teil der Sitzung war Hauptmann Maria Holz, stellvertretende Vorsitzende Luftwaffe im DBwV, eingeladen. Sie stellte die DBwV-Kampagne „Wir.Frauen.DBwV“ vor. „Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Frauen in den Streitkräften zu verbessern und die bereits ihren Dienst leisten gezielt zu unterstützen.“ Dies sei jedoch nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen. „Zusammen haben wir mehr Schlagkraft“, so Maria Holz. 

Die Teilnehmerinnen nutzten die Zeit, um sich über aktuelle Themen auszutauschen, die sie beschäftigen. Es ging um Kinderbetreuung, Dienstkleidung und weiteres. 

Am zweiten Tag standen vor allem die auf der Hauptversammlung des DBwV im November 2025 beschlossenen Anträge im Mittelpunkt. „Wir wollen uns dafür einsetzen, eine externe Ansprechstelle bei Mobbing, Diskriminierung uns sexualisiertem Fehlverhalten zu schaffen“, so Altenhofen. „Durch eine externe Stelle kann man unabhängig vom Hierarchiesystem arbeiten und Befangenheit vermeiden“, sagte eine der Teilnehmerinnen. 

Auch mit dem Thema Diversität will sich die Projektgruppe beschäftigen. „Diversität ist mehr als Transgender. Dazu zählen beispielsweise sexuelle Orientierung, soziale Herkunft, Religion oder eine Schwerbehinderung“, sagte Flottillenarzt Dr. Jessica Ritter. Gendergesundheit und Krankheiten, die speziell Frauen betreffen, soll ebenso auf der Agenda stehen. 

In Zukunft wollen die Teilnehmerinnen auch in den sozialen Medien aktiv sein, um ihre Themen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Anschließend wurden die Themen einstimmig beschlossen. Damit kann die Arbeit der Projektgruppe fortgesetzt werden. 

Die Projektgruppe besteht aus zehn bis fünfzehn Gleichstellungsbeauftragten, Gleichstellungsvertrauensfrauen und einer Beauftragten für Transgender. Geleitet wird die Projektgruppe von Oberstabsfeldwebel Sascha Altenhofen. „Für bestimmte Themen laden wir regelmäßig Expertinnen und Experten ein“, so Altenhofen. „Angefangen hat alles mit einer Videokonferenz von vier oder fünf Gleichstellungsbeauftragten. Inzwischen veranstalten wir Tagungen dreitägige Tagungen mit bis zu 100 Teilnehmerinnen. Daran sieht man, was daraus gewachsen ist.“ Das nächste Treffen der Projektgruppe ist für die zweite Jahreshälfte geplant.

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