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Bremerhaven: Das Marine-Segelschulschiff «Gorch Fock» wird in Bremerhaven nach mehr als drei Jahren im Dock wieder zu Wasser gelassen. Foto: Axel Heimken/dpa
Bremerhaven. Die Sanierung des Marineseglers «Gorch Fock» hat den Steuerzahler schon viele Millionen gekostet. Nun bekommt das Schiff wieder Wasser unter den Kiel. Doch zu Ende ist die Geschichte noch lange nicht.
Das Marineschulschiff «Gorch Fock» wird am Freitag in Bremerhaven nach mehr als drei Jahren im Dock wieder zu Wasser gelassen. Es ist ein wichtiger Zwischenschritt bei der umstrittenen Sanierung des Traditionsseglers. Deshalb wurde nicht ausgeschlossen, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach Bremerhaven kommt.
Vorausgegangen war eine Einigung in letzter Minute: Das Verteidigungsministerium und die Bredo-Werft hatten sich um offene Rechnungen in Millionenhöhe gestritten. Die Werft wollte die «Gorch Fock» als Pfand behalten. Nun dockt sie das Schiff aus und übergibt es der Marine. Sie macht aber weiter ihr Pfandrecht geltend. «Wir werden den Gerichtsweg beschreiten müssen», sagte Bredo-Geschäftsführer Dirk Harms.
Von dem 61 Jahre alten Schulschiff ist derzeit nur der seit Januar 2016 neu aufgebaute Rumpf ohne Masten und Aufbauten vorhanden. Die Marine kann nun über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Kosten der Sanierung sind völlig aus dem Ruder gelaufen. Statt zehn Millionen Euro sind mehr als 70 Millionen Euro ausgegeben worden. Es werden Gesamtkosten von 135 Millionen Euro erwartet.
Die Elsflether Werft, die den Generalauftrag hat, ist seit Februar insolvent. Dort hatte die frühere Werftleitung Geld von der Marine in dubiose Nebengeschäfte gesteckt. Die Staatsanwaltschaft untersucht das Geschäftsgebaren der zwei Ex-Vorstände. Auch mehrere Gerichte beschäftigen sich mit dem Debakel.
Für Ministerin von der Leyen ist es eine politische Belastung. Der Bundesrechnungshof wirft der Marine vor, die Sanierung der «Gorch Fock» schlecht vorbereitet und nicht durchgerechnet zu haben.
Das Ausdocken gilt deshalb als wichtiges Signal. Wenn die Marine das Schiff nicht freibekommen hätte, hätte die Ministerin vermutlich das Scheitern des Projekts erklären müssen. Wenn die Sanierung fortgesetzt wird, bekommen die etwa 100 Gläubiger der Elsflether Werft eine Chance, wenigstens einen Teil ihrer Außenstände zu erhalten. Die Werft hofft darauf, das Schiff auftragsgemäß fertigbauen zu können.
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