Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Der Aufwuchs der Reserve als sicherheitspolitische Aufgabe
Wüstner: „Gefahr ist groß, dass Russland die Situation ausnutzt“
„Vielleicht geht es um alles“
Eine Entscheidung, die bis heute schwere Folgen hat
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Seit vier Monaten bekämpfen sich die Konfliktparteien im Sudan. Einen durchschlagenden Erfolg konnte weder die Armee noch die RSF-Miliz verbuchen. Das Land versinkt in einer humanitären Krise.Khartum. Im Sudan ist kein Ende der Gewalt in Sicht. Am Dienstag ging die militärische Auseinandersetzung zwischen der Armee und der RSF-Miliz in den fünften Monat. «Das strategische Gesamtbild hat sich seit Beginn der Kämpfe kaum verändert», sagte Afrika-Experte Ben Hunter von der britischen Beratungsfirma Verisk Maplecroft der Deutschen Presse-Agentur. Keine der beiden Seiten sei in der Lage, entscheidende Offensiven durchzuführen. Seit dem 15. April kämpft im Sudan die Armee unter De-facto-Präsident Abdel Fattah al-Burhan gegen die paramilitärische Miliz Rapid Support Forces (RSF) des ehemaligen Vizemachthabers Mohammed Hamdan Daglo. Die Generäle hatten sich gemeinsam an die Macht geputscht, die versprochene Demokratisierung jedoch immer wieder hinausgezögert. Die beiden ehemaligen Verbündeten zerstritten sich in Fragen der Machtteilung. Der Luftwaffe war es nach dem Putsch gelungen, Hunderte Menschen aus dem Sudan zu evakuieren. Insgesamt konnten Menschen aus 30 Nationen gerettet werden, Als Folge des Putsches steuert das Land ungebremst in eine humanitäre Katastrophe. Gut 20 Millionen Sudanesen, das ist fast die Hälfte der Einwohner des Landes, sind laut Vereinten Nationen von einer schweren Hungerkrise betroffen. In der Hauptstadt Khartum spielen sich nach Augenzeugenberichten grauenhafte Szenen ab. Das Gesundheitssystem der Stadt ist fast vollständig zusammengebrochen. Leichen verwesen in der Sommerhitze bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius auf offener Straße. In den vergangenen sechs Wochen habe die sudanesische Armee einige Rückschläge erlitten und die Kontrolle über verschiedene strategisch wichtige Gebiete verloren, so Hunter. Die Armee habe daher seit Anfang August verstärkt Ziele in Khartum aus der Luft angegriffen. Einen eindeutigen Vorteil habe in der Hauptstadt dennoch keine der beiden Parteien, so Hunter. Laut eines aktuellen Berichts des Konflikt-Datenanalysten Insecurity Insight fokussierten sich rund 60 Prozent der Gefechte auf den Bundesstaat Khartum. Aber auch in der westlichen Region Darfur kommt es demnach zu schweren Zusammenstößen. Die Region galt schon vor dem Konflikt als Hochburg der RSF. Diese hat ihre Wurzeln in der Region im Westen des Landes. Noch immer hat die Miliz hier die Oberhand. Insbesondere die ländlichen Gebieten liegen fest in der Hand der RSF. Dort wüten die Kämpfer mit brutaler Härte und fachen lange bestehende ethnische Konflikte erneut an. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die RSF-Milizen in Darfur schwere Kriegsverbrechen begangen haben.
DIESE SEITE:
TEILEN:
FOLGEN SIE UNS: