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Berlin: Mit dem bevorstehenden Abzug aus Afghanistan wachsen die Gefahren für die dort noch stationierten deutschen Soldaten nach Einschätzung von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer deutlich. Die Bundeswehr halte deswegen auch Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) und anderer Spezialeinheiten für den Notfall bereit, sagte die CDU-Politikerin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.
«Bei all der Debatte, die innerhalb des KSK geführt wird. Die Spezialkräfte der Bundeswehr - im KSK, aber auch in den anderen Einheiten - sind einsatzbereit», sagte Kramp-Karrenbauer. «Wir haben das noch mal überprüft insbesondere auch für mögliche Extremsituationen. Unsere Spezialkräfte sind darauf eingestellt, dass sie im Fall der Fälle sofort verlegen können.»
Das in Calw in Baden-Württemberg stationierte KSK durchläuft nach mehreren Skandalen einen Reformprozess. Zuletzt war teils bezweifelt worden, ob die Kommandosoldaten noch in der Lage sind, besondere Aufträge zu erfüllen.
Kramp-Karrenbauer verwies auf die sich womöglich verschärfende Sicherheitslage. «Das wird eine gefährliche Zeit für uns. Alles, was wir bisher an Äußerungen der Taliban hören, bestätigt diese Einschätzung. Und insofern gibt es keine Entwarnung», sagte sie.
Es sei wichtig und richtig, den zusätzlichen Schutz der eigenen Truppe gut vorzubereiten. «Wir haben unsere Infanteriekräfte verstärkt, auch mit entsprechenden geschützten Fahrzeugen. Zudem bleibt es bei den Planungen, dass wir deutsch-niederländische Mörserkräfte für Afghanistan vorhalten», sagte sie. «Es gibt natürlich keinen hundertprozentigen Schutz. Die erste ruhige Nacht werde ich erst wieder haben, wenn die letzten unserer Frauen und Männer das Land sicher und gesund verlassen haben.»
Die Nato hatte am Mittwoch entschieden, nach fast 20 Jahren ihre Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Deutschland ist mit 1100 Soldaten der zweitgrößte Truppensteller nach den USA.
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