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Berlin. Die Luftwaffe will auch nach dem Absturz von zwei Eurofightern an Übungen über besiedelten Landgebieten in Deutschland festhalten. Dies sei für die Einsatzbereitschaft der Besatzungen nötig, sagte der Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, am Dienstag (25. Juni) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
«Den Flugbetrieb, um wirklich auch einsatzbereit zu sein, verlagern wir zum großen Anteil mittlerweile in den Simulator und auch ins Ausland», sagte der Generalleutnant und nannte die USA und das europäische Ausland. «Wir fliegen viele unserer Flüge über See, aber wir müssen auch einen gewissen Anteil über Land fliegen. Das sind wir alleine schon unserem Auftrag der Landesverteidigung schuldig.»
Auch der Simulator könne dies nicht ersetzen. «Es ist noch mal was anderes, in dem Flugzeug zu sitzen. Die Geschwindigkeit ist anders zu spüren in einem Realflugzeug - das kann sich jeder vorstellen -, als es jetzt im Simulator ist.» Gerhartz betonte: «Das heißt, einen großen Anteil der Flugstunden werden wir immer noch auch außerhalb des Simulators erfliegen müssen.»
Der überlebende Pilot des Eurofighter-Unglücks werde schnell aus einer Universitätsklinik entlassen. «Ich habe ihn gestern im Krankenhaus aufgesucht. Er hat lediglich ein paar Kratzer, und er wird auch heute aus dem Krankenhaus entlassen», sagte Gerhartz. «Bei aller Tragik des Unfalls, dass wir einen toten Kameraden zu beklagen haben, bin ich natürlich froh darüber, dass der andere Pilot dementsprechend wohlauf ist.»
Die Unfallursache ermittle der General Flugsicherheit. «Das tut er ja letztlich auch im Auftrag der Staatsanwaltschaft», sagte der Inspekteur. Seines Wissens nach sei ein Flugdatenschreiber schon geborgen und die Bergung des zweiten Flugdatenschreiber stehe bevor. «Das wird dann wohl hoffentlich in den nächsten Stunden der Fall sein», sagte er. Dann gelte es, die Vielzahl der Daten auszuwerten. «Das ist äußerst komplex. Da kann ich natürlich jetzt auch noch keine zeitliche Prognose geben», sagte Gerhartz.
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