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Kiew. Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht einmal mehr von einer Welle russischer Luftangriffe getroffen worden. Dabei seien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind, schrieb Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko auf der Plattform Telegram. Zudem seien 45 Menschen verletzt worden. Den Angaben nach war das getötete Kind zwölf Jahre alt. Klitschko rief die Bevölkerung am frühen Morgen dazu auf, weiter in Schutzräumen zu bleiben, da die Stadt erneut angegriffen werde.
Journalisten des Nachrichtenportals «The Kyiv Independent» berichteten von lauten Explosionen, als Raketen die Millionenstadt in mehreren Salven getroffen hätten. Schäden an Geschäfts- und Wohnhäusern wurden aus mehreren Stadtteilen gemeldet, wie Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf Telegram schrieb. Einsatzkräfte hätten ein Kind aus den Trümmern eines beschädigten Mehrfamilienhauses gerettet. Sowohl das Kind als auch seine Mutter würden behandelt.
Angriffe auch auf andere Regionen der Ukraine
Luftalarm wurde auch in anderen Regionen des Landes ausgelöst. In Dnipro, der viertgrößten Stadt der Ukraine, kamen bei einem russischen Raketenangriff mindestens zwei Menschen ums Leben, 27 weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram schrieb. Fünf der Verletzten seien in Lebensgefahr. Mehrere Häuser in Wohngebieten brannten demnach. Bereits vor wenigen Tagen waren bei einem Raketenangriff auf die Industriestadt mindestens fünf Menschen getötet worden.
Auch aus der ukrainischen Hafenstadt Odessa wurden in der Nacht Explosionen gemeldet, wie Gouverneur Oleh Kiper bei Telegram schrieb. Bereits am Abend war beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Wohnblock mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, sechs weitere wurden verletzt.
Seit mehr als vier Jahren verteidigt sich die Ukraine gegen die von Russland betriebene Invasion. Seit Kriegsbeginn beschießt Russland systematisch das Hinterland des Nachbarn und trifft dabei auch immer wieder zivile Objekte.
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