Die Teilnehmer erlebten eine gelungene Veranstaltung. Foto: LV Nord

Die Teilnehmer erlebten eine gelungene Veranstaltung. Foto: LV Nord

03.08.2026
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Mitgliederversammlung in Bremervörde

Bremervörde. Die Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel war Gast einer Mitgliederversammlung der selbstständigen Kameradschaft der Ehemaligen, Reservisten und Hinterbliebenen (ERH) Bremervörde. Auf Einladung des Vorstandes um Hauptmann a.D. Jörg Sorge trafen sich die Teilnehmer im „Haus am See“, darunter der stellvertretende Vorsitzende ERH im Landesvorstand Nord, Oberstabsfeldwebel a.D. Michael Struwe.

Das im Landkreis Rotenburg (Wümme) gelegene Bremervörde mit seinen knapp 12.000 Einwohnern beherbergt im Ortsteil Hesedorf ein Materialdepot der Bundeswehr. Bis 2002 war es Standort der Flugabwehrraketengruppe 36. Grund dafür, dass die meisten der über 200 Kameradschaftsmitglieder aus der Luftwaffe stammen.

Die Christdemokratin Vanessa Zobel gehört seit 2025 dem Deutschen Bundestag an. Im Wahlkreis Stade I – Rotenburg II direkt gewählt ist sie Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sowie stellvertretendes Mitglied in zwei weiteren Ausschüssen. Daneben ist sie stellvertretende Bürgermeisterin von Bremervörde. Als Ehefrau eines Berufssoldaten hat sie durchaus Einblicke in die Bundeswehr, in aktuelle Herausforderungen und Probleme. Bei der Mitgliederversammlung ging sie auf aktuelle Gesetzesvorhaben rund um Bundeswehr und Verteidigung ein. Mit Blick auf den Reservedienst stellte sie fest, dass 200.000 Reservisten ein „ambitioniertes Ziel“ sind. Mit Blick auf den Mittelstand betonte sie die Notwendigkeit, dass Arbeitgeber acht Wochen vor der Wehrübung über eine Einberufung informiert werden müssen.

„Was bringt uns das Geld, wenn wir kein Material haben“, fragte die Politikerin. Die Beschaffung soll nach ihrer Ansicht verschlankt, „Startups nicht aus den Augen verloren werden.“ Darüber hinaus sei die Möglichkeit für Updates von Hard- und Software zwingend erforderlich, wie sie weiter feststellte.

Nach ihrem Vortrag waren die Teilnehmer an der Reihe. Kritische Fragen gab es vor allem zum Reservistendienst und zur Beschaffung sowie zu gescheiterten Großprojekten, wie kürzlich den Fregatten. Die Politikerin antwortete aus ihrer Sicht, konnte aber in einigen Fällen, beispielsweise bei internationalen Verpflichtungen im Rahmen der Entwicklungshilfe, keine großen Hoffnungen machen: „Langfristig abgeschlossenen Verträge müssen eingehalten werden, da kommen wir nicht raus.“

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