29.09.2020
dpa

Nato-Generalsekretär will CO2-Ausstoß von Streitkräften erfassen

Brüssel. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg will das Verteidigungsbündnis klimafreundlicher machen und dafür den CO2-Ausstoß von Streitkräften erfassen. Der nächste Schritt könnte dann darin bestehen, freiwillige Senkungen der Kohlenstoffemissionen zu vereinbaren, sagte der Norweger am Montag (28. September) bei einer Online-Konferenz mit Studenten. Die Nato könne mehr dafür tun, um Mitgliedstaaten dabei zu helfen, bis 2050 klimaneutral zu werden.

Zugleich machte Stoltenberg deutlich, dass Bemühungen um eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Streitkräften keine negativen Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft haben dürfen. So äußerte er sich auch nicht dazu, ob zum Beispiel die Zahl der Übungen und Manöver eingeschränkt werden könnte.

Nur kurz vor dem Auftritt Stoltenbergs vor Studenten hatte eine der größten Bündnisübungen in diesem Jahr begonnen. Bei dem Manöver «Brilliant Jump II» sollen in den kommenden sechs Wochen See- und Landstreitkräfte vor der Küste Großbritanniens und in Litauen gemeinsam für den Ernstfall trainieren. Allein zum Übungsteil in Litauen werden rund 2500 Soldatinnen und Soldaten erwartet, darunter auch aus Deutschland.

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