Die Teilnehmer des Seminares Mission Ruhestand am Standort Neubrandenburg. Foto: Frank Udo Reiche

Die Teilnehmer des Seminares Mission Ruhestand am Standort Neubrandenburg. Foto: Frank Udo Reiche

06.11.2026
Frank Udo Reiche

Neubrandenburg: Was kommt nach dem Ruhestand

Ende Oktober setzte der Landesverband Ost seine Seminarreihe „Mission Ruhestand“ fort. Unter Leitung des Vorsitzenden Ehemalige/Reservisten /Hinterbliebene (ERH) im Landesvorstand Ost, Stabsfeldwebel a. D. und Oberstabsfeldwebel d. R. Frank Udo Reiche war dieses Mal die Truppenkameradschaft Neubrandenburg Gastgeber.

In regelmäßigen Abständen bietet der Landesverband Ost des Deutschen BundeswehrVerband (DBwV) auf Anforderung der aktiven Kameradschaften das Seminar „Mission Ruhestand“ für aktive Berufssoldatinnen und Berufssoldaten an, um sich frühestmöglich auf die Versetzung in den Ruhestand vorzubereiten. Spielt das Thema „Absicherung im Alter“ während der aktiven Dienstzeit nur am Rande eine Rolle, treten die damit verbundenen Fragen vor dem Dienstzeitende, plötzlich in den Vordergrund. Damit den Betroffenen in dieser Phase keine Nachteile entstehen, bietet der DBwV im Osten seinen Mitgliedern das eintägige Seminar „Mission Ruhestand“ an. Der Seminarleiter, Frank Udo Reiche, freute sich in seinen einführenden Worten, dass auch das Seminar in Neubrandenburg wieder gut angenommen wurde. Auch wenn seine Pensionierung bereits zehn Jahre zurückliegt, zeichnete Reiche in seinem Einführungsvortrag ein buntes Bild an Themen, die aus seiner Sicht für den bevorstehenden Ruhestand von Bedeutung sein können. Hierbei konnte er auf seine persönlichen Erfahrungen zurückgreifen, machte aber auch deutlich, dass nicht bei jedem oder jeder alle diese Themen dann auch tatsächlich auftreten werden. Wichtig sei es auf jeden Fall, dass die angehenden Pensionäre frühzeitig auf die zuständigen Stellen zugehen, um nicht in die Zeitfalle zu tappen. Weitere Schwerpunkte seiner Ausführungen waren dann die Höhe und die Zusammensetzung der zu erwartenden Versorgungsbezüge, die bestehende Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Kapitalabfindung sowie die Vorstellung der Leistungen der Pflege Assistance. Abgerundet wurde der Vortrag mit einem Blick auf die Arbeit der Kameradschaften Ehemalige/Reservisten/Hinterbliebene und dem Appell an die Teilnehmenden, sich nach ihrer Zurruhesetzung aktiv in die Kameradschaftsarbeit vor Ort einzubringen. 

Im Anschluss nahmen die Sozialberaterin, Regierungsamtsrätin Katja Selk, des Sozialdienst der Bundeswehr aus Neubrandenburg die Teilnehmenden mit auf eine Reise durch die Themen der Hinterbliebenenversorgung, des Versorgungsausgleiches, des Endumzuges, der Beihilfe und der Pflegeberatung COMPASS. Die Sozialberaterin erläuterte auch die Möglichkeiten der Unterstützung des Sozialdienstes der Bundeswehr, die auch über das Dienstzeitende hinaus und auch von den Hinterbliebenen in Anspruch genommen werden können und sollten.

Einen Blick auf die Thematik der Anwartschafts-, Kranken- und Pflegeversicherung warf dann ein Vertreter der Continentale Krankenversicherung.
Die abschließende Auswertung der Tagungen zeigt deutlich auf, dass mit diesem Eintagesformat bei vielen Teilnehmenden bestehende Lücken geschlossen werden konnten. „Sehr viele gute Hinweise und Tipps wurden uns nahegebracht. Ich werde jetzt die notwendigen Schritte aktiv angehen. Die ausgewählten Themen waren hervorragend, deshalb sollte die Mission Ruhestand unbedingt auch regelmäßig angeboten und fortgeführt werden“, so das Fazit eines Teilnehmers.

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