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Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
v.l.: Brandes ehrte Stabsfeldwebel Alf Bausch mit der Verdienstnadel des DBwV in Bronze, Gebauer freut sich für den Mandatsträger. Foto: DBwV/LV Nord
Oberstabsfeldwebel a.D. Martin Gebauer hat sich im Rahmen einer Informationsveranstaltung von seinen Mandatsträgern verabschiedet. Der scheidende Vorsitzende im Bezirk 5 stellt sich nach acht Jahren Tätigkeit bei der Landesversammlung Nord im März dieses Jahres nicht mehr zur Wahl. Er folgt damit der Auffassung im Norden, dass die Aufgaben der Bezirksvorsitzenden von aktiven Soldaten wahrgenommen werden sollten. Seiner Einladung in die Nienburger Clausewitz-Kaserne folgten mehr als 30 Vertreter der Kameradschaften.
Als Gäste reisten mit Oberstleutnant Andreas Brandes der Landesvorsitzende Nord sowie mehrere Standortbeauftragte an. Die Begrüßung in der Clausewitz-Kaserne übernahm Oberst Frank Hartwig. Der Stellvertretende Kommandeur und Chef des Stabes des Zentrums für Zivil-Militärische-Zusammenarbeit (ZMZ) ist seit über vier Jahrzehnten Mitglied im Deutschen BundeswehrVerband (DBwV). Der Oberst betonte die Bedeutung der Interessenvertretung: „Wie brauchen in Zeiten des Wandels viele Mitglieder in den Verbänden und Einheiten.“ Er stellte weiterhin fest, dass nur ein starker DBwV von den für die Bundeswehr Verantwortlichen gehört wird.
Zur Verabschiedung Gebauers lobte Brandes dessen über zwei Amtsperioden erfolgreiche Arbeit. Er bezeichnete den pensionierten Berufssoldaten unter anderem als „starke Stütze des Verbandes“, der in Haltung und Erfüllung seines Ehrenamtes beispielgebend gewirkt habe. Der Landesvorsitzende dankte dem Noch-Bezirksvorsitzenden für sein vorbildliches Engagement, die Mandatsträger verlegten diesen Teil auf dem Kameradschaftsabend.
Der Stabsoffizier befasste sich in seinen weiteren Ausführungen mit der Landesversammlung sowie den Anforderungen an die künftige Verbandsarbeit im Norden. Dabei ging er insbesondere auf die Arbeit der Standortbeauftragten ein, denen als hauptamtliche Mitarbeiter im Rahmen der Mitgliedergewinnung existenzielle Bedeutung zukommt. Brandes gab bekannt, dass derzeit über 56.000 Kameradinnen und Kameraden dem Landesverband Nord angehören.
Den Kameradschaften bot der Oberstleutnant erneut die Unterstützung seines Vorstandes an. Dazu führte er insbesondere Vorträge durch Fachleute auf, die beispielsweise über die soziale Absicherung der Soldatinnen und Soldaten referieren können. In seinen weiteren Ausführungen befasste er sich kritisch mit der Personalsituation und -entwicklung der Bundeswehr. Starke Zweifel äußerte er daran, dass es den Streitkräften künftig gelingt, den erforderlichen Nachwuchs für den bis 2025 beabsichtigten Aufwuchs auf 203.000 Soldatinnen und Soldaten sowie 66.000 zivile Mitarbeiter zu gewinnen.
Im Bezirk 5 sind nach Gebauers Worten knapp 10.000 Mitglieder organisiert. Der Bereich erstreckt sich von den Standorten Nienburg (Weser) und Celle im Norden bis zu den ehemaligen Garnisonen Northeim und Osterode am Harz im Süden. Damit die Arbeit in diesem Bereich kontinuierlich fortgesetzt werden kann unterstützte der scheidende Bezirksvorsitzende den Vorschlag des Landesvorstandes zur Nachbesetzung.
Für diese Funktion kandidiert Stabsfeldwebel Michael David (46). Der Berufssoldat ist Teileinheitsführer und Platzmeister auf dem Celler Flugplatz. Er engagiert sich bislang für den DBwV als Vorsitzender einer Truppenkameradschaft und Stellvertreter in der örtlichen Standortkameradschaft. Die Entscheidung über den neuen Bezirksvorsitzenden treffen die Mandatsträger des Bezirks auf der Landesversammlung Nord im schleswig-holsteinischen Damp.
Während der Veranstaltung stellte sich Ute Lindemann als neue Standortbeauftragte für Wunstorf und Holzminden vor. Die hauptamtliche Mitarbeiterin ist als Stabsunteroffizier aus der Bundeswehr ausgeschieden. Sie blickt auf eine umfassende militärische und zivile Ausbildung im Gesundheitswesen zurück. Der Landesverband Nord nimmt mit ihr eine Vorreiterrolle ein, denn Lindemann ist die erste Frau in dieser Funktion im ganzen DBwV.
Auf dem weiteren Programm der Veranstaltung standen Themen der Förderungsgesellschaft des DBwV, Vorträge durch deren Vertragspartner sowie die Pressearbeit der Kameradschaften. Der „kulturelle Teil“ des Treffens führte die Teilnehmer in die militärhistorische Sammlung Nienburg. Vom Inhalt und Ablauf her eine rundum gelungene Veranstaltung, die einen würdigen Rahmen für die Verabschiedung Martins Gebauer bot.
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