Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
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Ein Ausweis, der mehr als Anerkennung sein kann
16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Kiew/Moskau. Die von Moskau angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest ist um Mitternacht (23 Uhr MESZ) abgelaufen. Wie schon bei früheren Waffenruhen zu Feiertagen bezichtigten sich die Kriegsparteien gegenseitig, gegen die Anordnung verstoßen zu haben. Sowohl Russland als auch die Ukraine berichteten von weiteren Angriffen der jeweiligen Gegenseite, allerdings in kleinerem Maßstab als sonst.
Anders als zuvor gab es nach Angaben des Generalstabs in Kiew keine Angriffe mit russischen Raketen und Gleitbomben und damit insgesamt auch weniger Opfer und Zerstörung als an anderen Tagen des Moskauer Angriffskrieges. Russland wiederum verzeichnete seinerseits keine ukrainischen Angriffe auf die für die Kriegswirtschaft wichtige Ölindustrie.
Kremlchef Wladimir Putin hatte verfügt, dass für 32 Stunden die Waffen bis Mitternacht Ortszeit am Sonntag schweigen sollen, damit die Menschen in Russland und in der Ukraine in Ruhe Ostern feiern können. Die orthodoxen Christen feiern in diesem Jahr eine Woche nach den westlichen Kirchen Ostern.
Gefangenenaustausch
Kurz vor Beginn der Feierlichkeiten tauschten das russische und das ukrainische Militär Hunderte Gefangene aus - jeweils 175 Militärangehörige und 7 Zivilisten. Beide Seiten kündigten an, dass die immer wieder vollzogenen Austausche fortgesetzt werden sollen. Das ukrainische Militär warf Russland vor, am Sonntag mehrere russische Kriegsgefangene an der Front mit Kampfdrohnen angegriffen und verletzt zu haben. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.
Gespannte Lage an der Front
Die Lage an der Front blieb gespannt. Der ukrainische Generalstab registrierte 2.299 Verletzungen der seit Samstag geltenden Waffenruhe. Konkret gab es demnach unter anderem 479 Fälle von Beschuss und rund 1.800 Angriffe mit kleineren Drohnen. «Schläge mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen vom Typ Shahed gab es nicht», teilte der Generalstab weiter mit. Am Sonntag seien von den Fronten im Osten des Landes 55 Gefechte infolge russischer Angriffe gemeldet worden. Auch dies ließ sich nicht unabhängig überprüfen.
Verletzte im Gebiet Charkiw
Auch die ukrainischen Luftstreitkräfte bestätigten, dass es für sie eine Pause von 18 Stunden gegeben habe. Am Morgen habe es allerdings im Gebiet Sumy einen für die Flugabwehr relevanten russischen Drohnenangriff gegeben. Im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine meldeten die Behörden nach einem russischen Drohnenangriff während der Waffenruhe zwei Verletzte in einem Lebensmittelgeschäft.
Das russische Verteidigungsministerium warf seinerseits der Ukraine gezielte Angriffe vor. Die ukrainische Armee habe trotz des Osterfriedens russische Stellungen unter anderem im Raum Pokrowsk im Gebiet Donezk sowie im Gebiet Dnipropetrowsk angegriffen. «Alle Attacken wurden abgewehrt», hieß es. Aus der südrussischen Region Belgorod wurde ein Angriff mit einer ukrainischen Drohne gemeldet, durch die ein Bewohner verletzt wurde.
Selenskyj scheitert mit Vorschlag zur Verlängerung der Waffenruhe
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj scheiterte mit einem Vorschlag, aus der Waffenruhe einen dauerhaften Waffenstillstand zu machen. Kremlsprecher Dmitri Peskow bekräftige im russischen Staatsfernsehen, dass die Kampfhandlungen nach Ablauf wieder aufgenommen würden, wenn Selenskyj keine Entscheidung treffe, sich auf die russischen Bedingungen für einen Frieden einzulassen. Die von Moskau geforderte Gebietsabtretung im Donezk-Gebiet als Grundlage für Friedensgespräche lehnt Kiew weiterhin kategorisch ab.
Bei Donezk stehen Peskow nach noch etwa 18 Prozent des Gebiets unter ukrainischer Kontrolle. Die Ukraine kontrolliert dort ihre strategisch wichtigen Städte Kramatorsk und Slowjansk.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen einen russischen Angriffskrieg.
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