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Staatssekretär Sebastian Hartmann (SPD, l.) und die Bundestagsabgeordnete Diana Herbstreuth (CDU, r.) im Gespräch mit den für ihren Einsatz als Peacekeeper geehrten Bundeswehrangehörigen Oberstleutnant Nancy Wübbenhorst, Hauptbootsmann Christopher Thies und Hauptfeldwebel Alexander Ebel (v.l.n.r.). Foto: DBwV/Yann Bombeke
Tag des Peacekeeping in Berlin: Vertreter von Polizei, Militär und zivilen Organisationen wurden heute im Auswärtigen Amt für ihr Engagement als Peacekeeper ausgezeichnet. Ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für Menschen, die sich weit über das normale Maß hinaus international für Frieden und Gerechtigkeit eingesetzt haben.
Berlin. Die Krisen und Krieg in der Welt, ein zunehmend zu beobachtender laxer Umgang mit dem Völkerrecht – Ruf und Bedeutung der Vereinten Nationen haben in den vergangenen Jahren gehörig gelitten. Auch wenn in den Medien nur noch wenig über internationale Friedenseinsätze berichtet wird und die Auslandsmissionen der Bundeswehr mit dem Ende der großen Einsätze in Afghanistan und Mali sowie der Refokussierung auf Landes- und Bündnisverteidigung aus der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend verschwunden sind, so sind doch Tausende Menschen weltweit im Dienste des Friedens unterwegs, um anderen zu helfen und ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben.
Unter ihnen auch etliche Deutsche, es sind die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, aber auch Angehörige der Polizeien und von zivilen Organisationen. Oft geht der Einsatz dieser Menschen weit über das normale Maß des Dienstes hinaus – das verdient Anerkennung und Wertschätzung. Stellvertretend für diese engagierten Helferinnen und Helfer ehrt das Auswärtige Amt seit 2013 mit dem Tag des Peacekeeping je drei Polizistinnen und Polizisten, Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Expertinnen und Experten, die sich in ihren Missionen besonders hervorgetan haben.
Der Hausherr, Außenminister Johann Wadephul, hat in diesem Jahr erneut neun dieser engagierten Peacekeeper ins Auswärtige Amt eingeladen, um sie dort für ihre Arbeit in den Krisenregionen dieser Welt zu ehren. „Wir würdigen heute die Menschen, die unserem außenpolitischen Handeln ein Gesicht geben“, sagte Wadephul. Und, an die Preisempfänger gerichtet: „Es ist Ihre Expertise, mit der Sie vor Ort den Unterschied machen.“ Deutschland profitiere in vielfacher Hinsicht vom Einsatz der Peacekeeper, so der CDU-Politiker.
Für das Verteidigungsministerium zeichnete der Parlamentarische Staatssekretär Sebastian Hartmann (SPD) eine Soldatin und zwei Soldaten für ihren besonderen Einsatz im Einsatz aus. Da ist Oberstleutnant Nancy Wübbenhorst, die insgesamt zweieinhalb Jahre als Militärbeobachterin im Südsudan verbrachte. Nach einem ersten Einsatz bei UNMISS in 2021 ging sie von 2023 bis 2025 erneut in den Südsudan. „Das Einsatzumfeld dort ist sehr komplex. Um etwas vor Ort gestalten zu können ist ein halbjähriger Einsatz einfach zu wenig“, sagte Oberstleutnant Wübbenhorst bei der Preisverleihung. Hauptbootsmann Christopher Thies wurde für seinen Einsatz bei UNIFIL geehrt, wo er am Ausbildungsprogramm für die libanesische Marine teilnahm. Seine Schwerpunkte: Schiffstechnik, Schadensabwehr und Schiffssicherheit.
Der dritte Geehrte war Hauptfeldwebel Alexander Ebel, der als S6-Feldwebel im Bosnien-Einsatz EUFOR Althea die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft und Funktionsfähigkeit der gesamten IT- und Fernmeldestruktur übernahm – einschließlich der eigenverantwortlichen Betreuung dislozierter Standorte. „Ihre heutige Würdigung zeigt, dass Ihr Dienst Anerkennung findet“, sagte Staatssekretär Hartmann zu den geehrten Bundeswehrangehörigen.
Im Auftrag von Innenminister Alexander Dobrindt zeichnete Staatssekretär Christoph de Vries eine Polizistin und zwei Polizisten für ihren Einsatz als Peacekeeper aus: Polizeihauptkommissarin Marion Palm-Eggert war im Hauptquartier von UNMISS im Südsudan tätig. Polizeihauptkommissar Volker Pusch nahm am UN-Einsatz auf Zypern teil, während Präsident einer Bundespolizeidirektion a.D. Dr. Markus Ritter die EU-Mission in Armenien aufgebaut und geleitet hat.
Die zivilen Kolleginnen und Kollegen wurden von Außenminister Wadephul ausgezeichnet. Geehrt wurde Patricia Albermann für ihren Einsatz im NATO-Verbindungsbüro in der Republik Moldau, während Thomas Hoffmann als Head of Security and Health bei der EU Border Assistance Mission Rafah an der Grenze von Gaza zu Ägypten tätig ist. Thomas Körner wiederum ist seit 2023 in der Ukraine bei der European Union Advisory Mission aktiv, wo er sich der Verfolgung internationaler Verbrechen befasst.
Vor Ort war auch der Deutsche BundeswehrVerband, der den Preisträgerinnen und -trägern herzlich gratuliert und ihnen für ihren Einsatz dankt. Die Würdigung der Peacekeeper ist ein wichtiges Zeichen der Anerkennung für einen Job, der oft genug unter widrigsten Umständen und unter Einsatz des eigenen Lebens durchgeführt wird.
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