Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
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Der Landesverband Ost feiert Geburtstag – Die „Armee der Einheit“ wurde im DBwV verwirklicht
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Wüstner: „Gefahr ist groß, dass Russland die Situation ausnutzt“
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
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Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
Ein Ausweis, der mehr als Anerkennung sein kann
16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Bürgermeister Ruhmannsfelden Werner Troiber, 1. Bürgermeisterin Regen Ilse Oswald, Stv. Landrat Erich Muhr, Referent Dr. Sven Bernhard Gareis, Kreisvorsitzender Johann Saller und der Vorsitzende der KERH, Stabsfeldwebel a.D. Alois Ebner (v.l.). Foto: DBwV/Markus Hauf
Die Auswirkungen der Entwicklungen im ostasiatischen Raum, insbesondere in China, auf Wirtschaft, Handel und Sicherheitspolitik der Welt und auf Deutschland beleuchtete Politikwissenschaftler Oberst d.R. Prof. Dr. Sven Bernhard Gareis in seinem Vortrag „China und die Sicherheitsarchitektur in Ostasien“, zu dem die Kreisgruppe Bayerwald des Reservistenverbands und die Kameradschaft ERH Regen des DBwV eingeladen hatten.Der Vorsitzende der Kreisgruppe Bayerwald, Oberstleutnant d.R. Johann Saller, begrüßte im vollbesetzten Offiziersheim der Bayerwaldkaserne zahlreiche Gäste, darunter namentlich für die Gäste aus der Politik vom Landkreis Regen den Stellvertretenden Landrat Erich Muhr, die 1. Bürgermeisterin von Regen Ilse Oswald und für die ehemaligen Regener Bataillonskommandeure Oberst a.D. Maximilian Eder.„Ostasien und China erscheinen uns als weit weg und liegen dabei doch so nah“, so der Oberst a.D. Gareis. Der Referent untermauerte dies mit Beispielen aktueller Entwicklungen mit Potenzial zu weltweiten Konflikten. So baue China mit Nachdruck die Seidenstraße aus, die mitten in Deutschland in Duisburg endet. Der Duisburger Hafen sei bereits heute größter Binnenhafen der Welt und führende Logistikdrehscheibe in Zentraleuropa. China sei mit fast 200 Milliarden Euro Handelsvolumen zum dritten Mal in Folge Deutschlands bedeutendster Handelspartner. Dies bringe Deutschland in ein Dilemma: Wie positioniert sich Deutschland politisch im Handelsstreit zwischen China, unserem größten Handelspartner, und den USA, unserem wichtigsten Verbündeten? Im ostasiatischen Raum mit den Wirtschaftsmächten China und Japan mit engen Verflechtungen der Wirtschaft in der Region und gegenseitigen Abhängigkeiten stehen wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen oft konträr gegenüber. Dabei nehme China mit seiner übermächtigen Größe sowie wirtschaftlichen und militärischen Dominanz die zentrale Rolle ein. China gelinge es als Nuklearmacht und zweitgrößte Volkswirtschaft, seine polit-strategischen Ziele geschickt mit Nachdruck umzusetzen. Die Position Chinas in Ostasien berge Chancen, aber auch Risiken, so Gareis, und lenkte damit den Blick auf den Konflikt zwischen Nord- und Südkorea. Auf der koreanischen Halbinsel stehen sich China als Garantiemacht für Nordkorea und die USA mit ihrer Beistandsgarantie für Südkorea gegenüber. Das Regime in Nordkorea betrachte dabei seine militärische Stärke als Überlebensversicherung. Auch wenn China kein Interesse an einer (nuklearen) Zuspitzung der Situation habe, fürchte China eine regionale Machtverschiebung zugunsten der USA mit drohender Destabilisierung der eigenen Nordost-Provinzen. Gareis sehe deshalb in der Annäherung zwischen Nord- und Südkorea China als größten Nutznießer. An einer Eskalation habe kein Staat der Region Interesse. Die weltweiten ökonomischen Verflechtungen verschaffen zudem Zeit für politisch-pragmatische Ansätze und Lösungen. Deshalb bleibe „der Zustand auf Dauer zwar angespannt, aber insgesamt wohl stabil“, so das Fazit von Gareis.
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