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Kurz vor dem Start der letzten Etappe: Stabsfeldwebel Stefan Huss, Generalleutnant André Bodemann, Oberstabsgefreiter Marcus Meissner und Hauptfeldwebel Naef Adebahr (v.l.) Foto: DBwV/Kruse
Nach gut 740 Kilometern auf dem Rad sind die Teilnehmer der „Tour of Honor“ am Samstag am Zielort Berlin angekommen. Nach einem Prolog in Hamburg hatten sie sieben weitere Etappen bis nach Polen und weiter ins Brandenburgische geführt. Organisiert wurde die Tour durch die „Battlefield Cyclists“, die bereits 2025 anlässlich des 1. Nationalen Veteranentages eine „Tour of Valor“ auf die Beine gestellt hatten.
Wie im Vorjahr endete die Tour mit einer Etappe vom „Wald der Erinnerung“ in Schwielowsee bei Potsdam zum Ehrenmal der Bundeswehr am BMVg in Berlin. Und wie im Vorjahr war diese Schlussetappe ein Social Ride: Das feste Fahrerfeld von 23 Teilnehmern wurde durch Dutzende weitere Radsportler ergänzt. Sie unterstützten damit das Ziel der „Battlefield Cyclists“, durch gemeinsames Radfahren das Bewusstsein für die Bedeutung von Kameradschaft, Resilienz und gesellschaftlichem Engagement zu stärken.
Vor dem Start der rund 70 Fahrerinnen und Fahrer Richtung Ehrenmal stand das Gedenken im Mittelpunkt. Neben einer Kranzniederlegung wurde ein Baum im „Wald der Erinnerung“ gepflanzt: „Wurzeln der Erinnerung – Blätter des Gedenkens“ lautet die Inschrift auf der hinzugefügten Tafel. Auch am Ehrenmal der Bundeswehr wurde zum Abschluss der „Tour of Honor“ der gefallenen oder in Ausübung ihres Dienstes ums Leben gekommenen Angehörigen der Bundeswehr gedacht.
Zu den Teilnehmern der letzten Etappe der „Tour of Honor“ gehörten unter anderem Generalleutnant André Bodemann, Stellvertreter des Befehlshabers des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr und Kommandeur Territoriale Aufgaben, und der stellvertretende DBwV-Bundesvorsitzende, Oberstabsgefreiter Marcus Meissner.
Für Bodemann, der die Teilnehmer auch im Namen des Befehlshabers des Operativen Führungskommandos, Generalleutnant Alexander Sollfrank, begrüßte, war es „ganz persönlich eine Ehre, die letzte Etappe wieder mitzufahren. Das ist mir ein tiefes Anliegen und ich bin immer noch begeistert von der Tour im vergangenen Jahr – auch wenn es emotional anstrengend war“. Es sei sehr wichtig, die Namen der im Einsatz Gefallenen nicht zu vergessen, hatte er bereits im Vorjahr betont.
Mit Blick auf die Anerkennung von Veteranen in Deutschland sagte er, dass „wir ein Stückchen weiter als im vergangenen Jahr sind“. Beispielhaft nannte er das Engagement der „Battlefield Cyclists“, den 2. Nationalen Veteranentag und auch in den Bundesländern passiere immer mehr – auch wenn „wir noch nicht da sind, wo wir hinwollen“.
Oberstabsgefreiter Marcus Meissner berichtete bei seiner Begrüßung von der am Tag zuvor stattgefundenen Bundestagsdebatte zum Veteranentag, an der er als einer der Ehrengäste teilgenommen hatte. „Dort gab es mit Standing Ovations der Parlamentarier Beifall für euch. Dieser Applaus gilt all denjenigen, die bereit waren, in Einsätzen ihr Leben zu lassen – und viele haben ihr Leben gegeben.“ Der Deutsche BundeswehrVerband sei einer der größten Unterstützer der „Battlefield Cyclists“ und werde dies auch in den nächsten Jahren sein.
Für die Tour-Organisatoren Hauptfeldwebel Naef Adebahr und Stabsfeldwebel Stefan Huss von den „Battlefield Cyclists“ war die „Tour of Honor“ nach der „Tour of Valor“ im vergangenen Jahr ein weiterer Erfolg. Nicht nur war das Fahrerfeld noch einmal deutlich gewachsen. Bei der „Tour of Honor“ ging es zudem mit polnischen und amerikanischen Fahrern international zu. Mit möglich gemacht haben das Ganze die Sponsoren wie der DBwV als größte Interessenvertretung aller Bundeswehrangehörigen und die Soldaten- und Veteranen-Stiftung – vom Prolog in Hamburg, unterstützt vom Landesverband Nord, über die Etappen bis zum Ziel in Berlin, tatkräftig unterstützt vom Landesverband Ost.
Der Nationale Veteranentag wird seit 2025 jährlich am 15. Juni begangen. Rund um dieses Datum finden deutschlandweit Veranstaltungen statt. Die zentrale Festveranstaltung am Reichstagsgebäude in Berlin findet in diesem Jahr am 21. Juni statt.
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