20.06.2022
dpa

Terrorprozess gegen Bundeswehr-Offizier geht auf Ende zu

Frankfurt/Main. Nach mehr als einem Jahr steuert der Prozess gegen den terrorverdächtigen Bundeswehroffizier Franco A. auf sein Ende zu. An diesem Montag könnten nach der Planung des Oberlandesgerichts Frankfurt die Plädoyers beginnen. Zuvor werden noch 20 Beweisanträge abgearbeitet, die die Verteidigung und der Angeklagte selbst beim vorherigen Termin gestellt hatten. Dafür war ihnen eine Frist gesetzt worden.

Die Bundesanwaltschaft wirft Franco A. vor, Anschläge auf Politiker geplant zu haben. Der derzeit vom Dienst freigestellte Bundeswehrsoldat aus Offenbach legte sich zudem eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zu - aus Sicht der Ankläger, um den Verdacht nach einem Anschlag gegen Flüchtlinge zu richten und das Vertrauen in die Asylpolitik zu erschüttern.

A. war im Februar 2017 auf dem Wiener Flughafen festgenommen worden, als er eine geladene Pistole aus einem Versteck in einer Flughafentoilette holen wollte. Woher die Waffe stammt und was er damit plante, ist bislang nicht bekannt.

Die Beweisanträge könnten überwiegend mit Verlesungen aus den Gerichtsakten erledigt werden, hatte der Vorsitzende Richter erklärt. Anschließend würde die Beweisaufnahme geschlossen, so dass am Nachmittag die Vertreter der Bundesanwaltschaft ihr Plädoyer halten könnten. Dessen Dauer hatten sie auf rund zwei Stunden Dauer geschätzt.

Die Verteidiger und der Angeklagte kämen dann am 24. Juni zu Wort, bevor am 5. Juli das Urteil verkündet wird. Franco A. war zwischenzeitlich auf freiem Fuß, befindet sich aber seit Februar erneut in Untersuchungshaft. Der Prozess begann am 20. Mai 2021.

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