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Das milliardenschwere Projekt für die neue Fregatte F126 steckt fest, nun soll es erst mal eine Alternative geben. Für die Marine drängt die Zeit.
Berlin. Das Verteidigungsministerium will wegen des ins Stocken geratenen Fregattenprojekts für die Marine nun zunächst alternative Kampfschiffe beschaffen. «Die Lieferung dieser Fregatten ab Ende 2029 dient auch der zeitgerechten Erfüllung von Nato-Forderungen für die U-Boot-Jagd», teilte das Ministerium mit, nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages den nächsten Schritt zur Beschaffung genehmigt hatte.
Die Industrie habe die Lieferung der ersten Meko-Fregatte bis Dezember 2029 in Aussicht gestellt, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Der mögliche Kauf dieser Alternative liegt seit einiger Zeit auf dem Tisch, weil sich der Bau der Fregatten F126 erheblich verzögert und die Marine Schiffe für die Einsatzbereitschaft benötigt.
«Zweigleisiger Ansatz» soll Risikovorsorge dienen
Die niederländische Damen Schelde Naval Shipbuilding B.V. als bisheriger Auftragnehmer hatte im vergangenen Jahr erhebliche Verzögerungen angezeigt und Probleme mit IT-Schnittstellen bei der firmeneigenen Konstruktions- und Fertigungssoftware angezeigt. Inzwischen steht fest, dass das Vorhaben im Umfang von bis zu zehn Milliarden Euro wohl eine Nummer zu groß war.
Das Verteidigungsministerium erklärte, der zweigleisige Ansatz - F126 und Meko - diene in erster Linie der Sicherheits- und Risikovorsorge und stelle kein Präjudiz über die Fortführung der Beschaffung der F126 dar. Derzeit wird mit der Werftunternehmen NVL als möglichem neuen Generalunternehmer für dieses Projekt verhandelt.
Das Kürzel Meko steht für Mehrzweck-Kombination. Das Verteidigungsministerium spricht von einem «praxiserprobten modularen Konzept» mit dem sich Patrouillenschiffe, Korvetten, Fregatten und kleine Zerstörer individuell konfigurieren ließen. Das Ministerium schreibt: «Schiffe der Meko-Familie sind bei vielen Marinen weltweit im Einsatz.»
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