14.09.2020
dpa

Wehrbeauftragte fordert effizientere Entscheidungswege in Bundeswehr

Berlin. Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl, fordert, die seit Jahren mangelhafte persönliche Ausstattung der Soldaten durch schnellere und effizientere Entscheidungsverfahren zu verbessern. «Die Bürokratie ist ein Problem: Manches wird extra für die Bundeswehr entworfen - obwohl die Sachen quasi im Laden zu kaufen sind», sagte die Sozialdemokratin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag, 14. September). «Da müssen viele Prozesse vereinfacht werden. Und die Verantwortung wird zu oft von A nach B geschoben. An einer Entscheidung sind viele Leute beteiligt. Dringend nötig sind also mehr Verantwortungsbewusstsein, klarere Entscheidungsstrukturen und mehr Flexibilität.»

Wichtig sei auch, dass die Bundeswehr die Vereinbarkeit von Familie und Dienst verbessere. «Die Soldatinnen und Soldaten bekümmert vor allem die fehlende Planbarkeit. Familien brauchen Perspektiven. Sie müssen wissen, wann es wohin geht. Mindestens die nächsten drei Jahre müssen überschaubar sein», sagte Högl. «Das viele Pendeln macht die Bundeswehr unattraktiv.» Es seien aber 20 000 Dienstposten oberhalb der Mannschaftsdienstgrade unbesetzt.

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