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Jubilare und Geehrte der Lüneburger Ehemaligen. Foto: DBwV/LV Nord
Um den Schutz vor Kriminellen ging es bei einer Informationsveranstaltung der Lüneburger Kameradschaft Ehemaliger, Reservisten und Hinterbliebener (ERH). Oberstabsfeldwebel a.D. Andreas Ulrich hatte dafür Kathrin Richter vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen gewonnen und die Polizeihauptkommissarin wusste eine Menge zu berichten.
Sofort auflegen
In Ihrem Vortrag stand die Zielgruppe Senioren und Seniorinnen im Mittelpunkt, der sie zunächst riet, sich von Kriminellen nicht unter Druck setzen zu lassen. Neben dem Versuch, potentielle Opfer am Telefon auf einen möglichst hohen Stresslevel zu bringen, dient dazu auch die Verwendung echter Rufnummern der Polizei. „Legen Sie sofort auf, das ist der einzige sichere Schutz“, machte Richter deutlich, „…und wenden sie sich sofort bei der richtigen Polizei.
Sie erläuterte das durchaus erfolgreiche Vorgehen falscher Polizeibeamter und die Tricks von „Enkeln“. In diesem Zusammenhang machte sie deutlich, dass auch Dienstmarken und -ausweise gefälscht werden: „Seien sie wirklich misstrauisch, wenn „Zivilbeamte“ vor ihrer Tür stehen. Lassen sie niemand in ihre Wohnung und fragen sie beim geringsten Verdacht telefonisch bei der Polizei nach.“
„Mit einem Anruf können sie nichts falsch machen, hören sie einfach auf ihr Bauchgefühl“, forderte sie die Zuhörer auf und bezog dies auch auf ungewöhnliche Beobachtungen im Umfeld der Wohnung. Als Gefahren sieht die Polizeihauptkommissarin auch in diesem Zusammenhang die nicht nur telefonische „Freigebigkeit“ mit persönlichen Daten.
Nachfragen und löschen
In ihren weiteren Ausführungen ging sie auf unberechtigte Inkassoschreiben, Gewinnversprechen und angebliche Erbschaften ein: „Wenn zuerst Geld gefordert wird handelt es sich immer um Betrug.“ Unberechtigte Forderungen gibt es nach ihren Angaben auch wegen angeblicher Nutzung von Sex-Hotlines: „Fallen sie darauf nicht rein und lassen sie sich nicht erpressen, auch wenn es ein unangenehmes Thema ist.“
Richter warnte weiter vor dem Öffnen der E-Mails Unbekannter sowie deren Anhängen: „Die Kriminellen rechnen mit ihrer Neugier, also löschen sie solche Nachrichten sofort.“ Sie verwies diesbezüglich auf die Möglichkeit, bei Firmen direkt nachzufragen. Des Weiteren warnte sie vor aufdringlichen Werbeanrufen, Datensammlern am Telefon und anderen unseriösen Vorgehensweisen.
Zur Verhinderung von Einbrüchen forderte Kathrin Richter ihre Zuhörer auf: „Lassen sie bei Abwesenheit ihr Haus bewohnt aussehen, das ist der beste Schutz.“ Nicht nur zu diesem Aspekt gab es von den Zuhörern viele Fragen, die alle nicht unbeantwortet blieben. Mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis belegte die Vortragende die Maschen der Gauner und machte die richtige Verhaltensweise deutlich, um nicht Opfer zu werden.
Treue Mitglieder
Im Rahmen der Veranstaltung ehrte der Kameradschaftsvorsitzende Ulrich den Oberstleutnant a.D. Heinz Dieter Koch für vier Jahrzehnte im Deutschen BundeswehrVerband mit Urkunde und Treuenadel. Oberstleutnant a.D. Heinrich Hausmann und Oberstabsfeldwebel a.D. Klaus-Dieter Kunschke wurden durch ihn für ihre 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.
Informationsveranstaltungen wie die in der Kasinoheimgesellschaft werden von der rund 700-köpfigen Lüneburger Kameradschaft regelmäßig in größeren Abständen durchgeführt. Der Blick geht dabei immer wieder über den Tellerrand hinaus. Zu Vorträgen wie dem zur Kriminalitätsprävention kommen deshalb nicht nur Mitglieder, sondern auch deren Angehörige. Dies zeigt, dass der Vorstand bei der Themenauswahl durchaus richtig liegt.
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