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Vertrauenspersonen aus dem Osten Deutschlands diskutierten in Leipzig über ihre Rolle in der Zeitenwende und stärkten gemeinsam die Mitbestimmung in der Bundeswehr. Foto: Michael Dittrich
Auf der Fachtagung für Vertrauenspersonen des Landesverbandes Ost im Deutschen BundeswehrVerband befassten sich die Teilnehmer mit aktuellen Veränderungen in der Bundeswehr, rechtlichen Neuerungen und der praktischen Umsetzung ihrer Beteiligungsrechte. Ziel war es, Erfahrungen auszutauschen, Handlungssicherheit zu stärken und die Mitbestimmung in Zeiten des Wandels aktiv weiterzuentwickeln.
Dass spürbar mehr in der Luft lag als ein routinemäßiges Treffen der Vertrauenspersonen, war bereits bei der Anreise nach Leipzig spürbar. So fand die Fachkonferenz in einer Phase des Umbruchs statt, die im Kreise der Interessenvertreter auch von der Frage, wie Mitbestimmung in einer sich wandelnden Bundeswehr nicht nur erhalten, sondern gestärkt werden kann, begleitet wird.
Bereits der Auftakt der Fachtagung machte deutlich, wohin die Reise gehen sollte. In seiner Begrüßung richtete der stellvertretende Vorsitzende des Landesvorstandes, Hauptmann Alexander Dreiser, klare Worte an die Anwesenden: „Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen kommt Ihrer Rolle eine besondere Bedeutung zu.“ Und genau diese Veränderungen bildeten den thematischen Rahmen des ersten Tages. Die viel zitierte „Zeitenwende“ war dabei kein abstrakter Begriff, sondern wurde durch konkrete Beispiele aus den strategischen Entwicklungen und die dadurch spürbaren Auswirkungen auf den Dienstalltag mit Leben gefüllt.
Die geplante Aufstellung der Panzerbrigade 45 in Litauen oder umfassende strukturelle Anpassungen innerhalb der Bundeswehr standen sinnbildlich für eine Organisation im Wandel. Vorgetragen wurden diese Inhalte von Stabshauptmann Matthias Merte, Beauftragter für Beteiligungsrechte des Landesverbandes Ost, der die Entwicklungen einordnete und dabei betonte: „Die Zeitenwende ist keine ferne strategische Idee – sie ist längst in den Dienststellen angekommen und fordert uns alle heraus.“ In der anschließenden Aussprache wurde dann ausführlich über die Frage diskutiert, wer den Wandel in den Streitkräften mitgestalte. Dabei wurde deutlich, dass Mitbestimmung kein Randthema ist, sondern ein entscheidender Faktor für das Gelingen von Veränderung. „Beteiligung ist kein Hindernis für Führung, sondern ihre Voraussetzung“, fasste Oberstabsbootsmann Michael Dittrich, Beauftragter für Beteiligungsrechte des Landesverbandes Ost, die Diskussion zusammen.Zweiter Schwerpunkt der Tagung war dann das Soldatinnen- und Soldatenbeteiligungsgesetz. Fachkundige Beiträge beleuchteten dabei die aktuellen Entwicklungen, hinterfragten aber auch die Möglichkeiten bestehender Handlungsspielraum oder Einschränkungen. Die dabei aufgezeigten Punkte regten die Teilnehmer zu weiterem Nachdenken über ihre eigene Rolle und Handlungsmöglichkeiten an, was sich dann auch in der Diskussionsrunde zeigte. Hier brachten die Vertrauenspersonen ihre unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Herausforderungen ein.Der Nachmittag war dann eher an der täglichen Praxis orientiert. In konkreten Fallbeispielen aus ihrem dienstlichen Alltag erarbeiteten die Teilnehmer gemeinsame Lösungsansätze und Wege. „Das ist genau das, was wir brauchen – anwendbares Wissen für den Alltag“, fasste ein Teilnehmer seine Eindrücke zusammen.
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