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Die Kameradschaft ERH Tuttlingen wählte ihren Vorstand und blickt trotz hoher Altersstruktur mit Zuversicht nach vorn. Foto: Jochen Schmid
Tuttlingen. Die selbständige Kameradschaft ERH Tuttlingen hat in ihrer Mitgliederversammlung am 7. Februar ihren Vorstand für die kommenden zwei Jahre gewählt und zugleich zentrale Herausforderungen für die Zukunft benannt. Nach einer Gedenkminute für die Verstorbenen informierte Bezirksvorsitzender Stabsfeldwebel a.D. Matthias Schneider über die Fortsetzung der Verbandsarbeit nach der 22. Hauptversammlung.
„Uns fehlt der natürliche Nachwuchs“ – Willmes spricht offen über Sorgen
Besonders eindrücklich sprach KERH-Vorsitzender Oberstleutnant a.D. Klaus Willmes in seinem Rechenschaftsbericht über die Altersstruktur der Kameradschaft – ein Thema, das ihm spürbar nahegeht. Willmes machte deutlich, dass der natürliche Nachwuchs fast vollständig weggebrochen sei, seit der nahe Standort Immendingen vor rund zehn Jahren geschlossen wurde. Zudem hätten viele Soldaten des 50 Kilometer entfernten Standorts Stetten am kalten Markt ihren Lebensmittelpunkt außerhalb des Einzugsbereichs der KERH Tuttlingen. „Damit fehlt uns der natürliche Zulauf, den es früher durch Soldaten nach deren Beendigung ihrer Dienstzeit bei der Bundeswehr gab“, sagte Willmes.
Umso bedeutsamer sei es, verstärkt Reservisten in die Kameradschaft einzubinden. Gleichzeitig müsse die aktive Vorstandsarbeit trotz des steigenden Alters vieler Funktionsträger verlässlich weitergeführt werden. Willmes lobte dabei das Engagement der Mitglieder, die den Kern der Kameradschaft tragen.
Dieser Zusammenhalt zeigte sich auch bei den Vorstandswahlen: Willmes als Vorsitzender und viele vertraute Gesichter wurden erneut bestätigt. Mit Oberfeldwebel d.R. Kai Kirchmaier fand sich zudem ein engagiertes Mitglied, das künftig als stellvertretender Vorsitzender neue Impulse setzen möchte.
Zum Abschluss der Versammlung ehrte Willmes Hauptmann a.D. Manfred Pier mit Urkunde und Treuenadel für seine 50-jährige Mitgliedschaft.
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