29.03.2017
dpa

Einsätze der Bundeswehr in Afrika

Bamako - Piratenjagd, Friedenssicherung und Ausbildung: Mit mehr als 1100 Soldaten beteiligt sich die Bundeswehr derzeit an Missionen der Europäischen Union (EU) und der Vereinten Nationen (UN) in Afrika. Ein Überblick (Stand 20. März):

MALI: An der UN-Mission Minusma ist die Bundeswehr mit insgesamt 787 Soldaten beteiligt. Minusma ist der gefährlichste und nach Afghanistan größte Einsatz der Bundeswehr derzeit. Die Truppe hilft im gefährlichen Norden des Landes dabei, das Friedensabkommen zwischen Regierung und Rebellen durchzusetzen. Im relativ sicheren Süden Malis bilden 142 deutsche Soldaten im Rahmen einer EU-Mission die malischen Streitkräfte aus.

HORN VON AFRIKA: Im Rahmen des EU-Einsatzes «Atalanta» schützen 87 Marinesoldaten am Horn von Afrika Schiffe vor somalischen Piraten.

MITTELMEERRAUM:
Um Schleusernetzwerke zu bekämpfen, sind 80 Soldaten in Rahmen der EU-Mission «Operation Sophia» vor der libyschen Küste im Einsatz. Sie leisten außerdem Hilfe in Seenot und konnten bereits Tausende Menschen retten.

SÜDSUDAN: 16 deutsche Soldaten sollen als Teil der UNMISS-Operation der Vereinten Nationen die Zivilbevölkerung des jungen Staates schützen und helfen, ein Waffenstillstand-Abkommen umzusetzen.

SOMALIA: Seit 2010 beteiligt sich die Bundeswehr an einer EU-Mission zur Ausbildung somalischer Soldaten. Derzeit sind dort elf deutsche Soldaten im Einsatz.

SUDAN: Mit neun Soldaten beteiligt sich die Bundeswehr im Sudan an der UN-Mission UNAMID, um das Darfur-Friedensabkommen von 2006 zu überwachen.

WESTSAHARA: In dem völkerrechtlich umstrittenen Gebiet in Westafrika sind drei deutsche Soldaten im Rahmen der Minurso-Mission der UN stationiert. Sie beteiligen sich an der Überwachung eines Waffenstillstand-Abkommens. 

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