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Nach Estland geht nun auch Litauen gegen Russen vor, die an der Front gegen die Ukraine gekämpft haben. Für sie bleibt die Grenze künftig dicht.
Vilnius. Litauen hat Einreiseverbote gegen 268 Russen verhängt, die in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine an der Front gekämpft haben. «Die von ehemaligen russischen Kämpfern ausgehenden Sicherheitsbedrohungen sind offensichtlich. Wir können sie nicht ignorieren», begründete Innenminister Vladislavas Kondratovicius den Schritt des baltische EU- und Nato-Landes.
Außenminister Kestutis Budrys betonte: «In Europa ist kein Platz für Mörder, die zu Aggression und Terror gegen die Ukraine beigetragen haben». Personen, die direkt an Russlands Aggression beteiligt waren, seien Kriegsverbrecher. «Ihnen müssen alle Wege in die Europäische Union oder den Schengen-Raum versperrt werden.»
Litauen folgt damit Estland, das bereits Anfang des Jahres Einreiseverbote verhängt und mehr als 1.300 russische Ukraine-Kämpfer auf eine schwarze Liste gesetzt hat. Zuletzt hatten auch Bundeskanzler Friedrich Merz und sieben weitere Staats- und Regierungschefs die Prüfung eines EU-Einreiseverbots für russische Soldaten gefordert, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt sind oder waren.
Estland grenzt - wie auch Litauen - an Russland und setzt sich vehement für ein EU-weites Einreiseverbot für russische Kriegsteilnehmer ein. Nach Angaben der Regierung in Tallinn haben schätzungsweise bis zu 1,5 Millionen russische Staatsbürger an Russlands bewaffneter Aggression in der Ukraine teilgenommen. Davon seien etwa 640.000 noch immer im Kriegseinsatz.
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