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Nach hinten denken verstellt den Blick nach vorn

27.11.2015

Nach hinten denken verstellt den Blick nach vorn

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es war vielleicht eines der erfolgreichsten Jahre des Deutschen BundeswehrVerbands.

Seit 2001 habe ich das Privileg dem Bundesvorstand anzugehören. Drei Amtszeiten im Vorstand Luftwaffe und die jetzt vierte Amtszeit als Vorsitzender des Fachbereichs Beteiligungsrechte. Waren die ersten drei Amtszeiten prägend im Wirken für die Luftwaffe und natürlich in den Mitbestimmungsgremien unserer Streitkräfte, so ist diese Amtszeit von besonderen Herausforderungen begleitet.

Die Neuausrichtung der Verbandsorganisation in Richtung Berlin mit all den Besonderheiten, die eine Verlegung großer Teile der Bundesebene ehrenamtlich und hauptamtlich mit sich bringt, fordert große Kraftanstrengungen.

Der Fachbereich Beteiligungsrechte ist davon nicht verschont geblieben. Ich habe frühzeitig meinen Transfer nach Berlin kommuniziert und diesen auch unter Berücksichtigung aller Besonderheiten konsequent verfolgt. Leider ist der Prozess der Neuausrichtung im Bereich der Unterstützung des Fachbereichs Beteiligungsrechte nicht ohne Friktionen zu schultern gewesen. Wir haben Sie auf diversen Veranstaltungen und in Veröffentlichungen auf die Besonderheiten hingewiesen. Selbstverständlich lag es im Ermessen unserer hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich für einen Umzug nach Berlin zu entscheiden. Nach fast 60 Jahren rheinischer Beständigkeit hat die Veränderungswelle jetzt auch unseren Verband erreicht. Was für Soldaten mit großer Regelmäßigkeit zum Tragen kam, hat im Zuge notwendiger Strukturmaßnahmen mit Nachhaltigkeit auch unsere bewährten Mitarbeiter in der ehemaligen Abteilung Arbeits- und Beteiligungsrecht erreicht.

Anders als bei Soldaten haben es unsere hauptamtlichen Mitarbeiter natürlich selbst in der Hand, über Ihr Wohl und Wehe zu entscheiden. So war es nicht verwunderlich, dass die sich bietenden Chancen zum Verbleib in der Rheinebene und zudem auch noch im Bereich der Bundeswehr ergriffen wurden.

Weitere bekannte Mitstreiter haben sich neuen Aufgaben zugewendet oder sich entschieden, ganz neue Wege zu gehen. Ich wünsche all unseren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Arbeits- und Beteiligungsrecht ein erfolgreiches Wirken an neuer Wirkungsstelle und bedanke mich für die vielen intensiven und vertrauensvollen Jahre in der Südstraße als Personalrat der unterschiedlichen Ebenen und als Beteiliger im Bundesvorstand.

An einigen Stellen wurde nach Bekanntwerden der Veränderungen kurzerhand der kollektive Untergang des Abendlandes ausgerufen. Bewährte Kräfte mit kurzen Sprüngen in die soziale Sicherheit und damit Betreuungswüste für die operativen Kräfte unserer Mitarbeitervertretung wurde angenommen.

Liebe Mitstreiter, ich darf an dieser Stelle Entwarnung geben.

Seit dem 1. November 2015 sind wir wieder klar zum Gefecht.

Wir haben auf dem Transfermarkt gewirkt und die neue Mannschaft zusammengestellt.

Unseren neuen hauptamtlichen Mitarbeitern rufe ich ein herzliches Willkommen zu.

Ihrem Recht wird weiterhin zum Erfolg verholfen und die Unterstützung der Vereinsbasis ist sichergestellt.

Die Professionalisierung des Fachbereichs Beteiligungsrechte geht weiter, weil es unabdingbar ist, dass wir uns den neuen Herausforderungen stellen müssen.

Die Mitbestimmung hat Ihren festen Platz in der Bundeswehr nunmehr auch für Soldaten zumindest nach dem Willen unserer Beschluss-lage der 19. Hauptversammlung, die einzige Willensbildung, der wir als Bundesvorstand abschließend verpflichtet sind. Damit das auch gelingt geben wir mächtig Gas.

Die laufenden Prozesse zur Umsetzung der gesetzlichen und untergesetzlichen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Arbeitgebers Bundeswehr stehen unter Volldampf, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in und ohne Uniform erwarten von ihrem Berufsverband eine konsequente Begleitung der Reformen.

Damit liegt bereits jetzt im Vorjahr zu den bundesweiten Neuwahlen der Personalvertretungen aller Ebenen der Ball im Feld unserer Personalräte und Vertrauenspersonen. Im laufenden Verfahren sind eben nur noch Personalräte und Vertrauenspersonen am Zuge.

Die gute Zusammenarbeit zwischen den Personalräten aller Ebenen und dem Deutschen BundeswehrVerband e.V. wird weiter intensiviert.

Wir wollen im Sinne gemeinsamen Wirkens diesen Gremien auch die erforderlichen gesetzlichen Instrumente an die Hand geben, die notwendig sind, um wirksam die Entscheidungen aus Politik und Unternehmensführung der Bundeswehr für Sie zum Erfolg zu führen.

Die auf der Zielgeraden stehende Novelle des Soldatenbeteiligungsgesetzes ist ein weiterer wichtiger Baustein der laufenden Bundeswehrreform.

Wir werden diesen Prozess mit Leidenschaft auf allen sich bietenden Plattformen begleiten.

Abschließend wünsche ich allen Angehörigen der Bundeswehr, unseren Soldatinnen und Soldaten im Einsatz und an der Heimatfront und unseren zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2016, eine gute und gesunde Heimkehr, allen anderen gute Tage bei bester Gesundheit im Kreise Ihrer Lieben.


Herzlichst
Ihr

Andreas Hubert
Vorsitzender Fachbereich Beteiligungsrechte

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