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In Berlin, aber auch an vielen anderen Orten wird der Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Foto: DBwV/Yann Bombeke
Berlin. „Mut verbindet“ - unter diesem Motto stehen die zentralen Feierlichkeiten am heutigen Tag der Deutschen Einheit in Kiel. Dort werden neben zahlreichen weiteren Persönlichkeiten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet.
Gefeiert wird natürlich auch in Berlin: Neben politischen Aktionen ist auch ein Straßenfest vor dem Brandenburger Tor geplant. Politiker verschiedener Parteien erinnerten im Vorfeld an die Leistung der ostdeutschen Bevölkerung. „Der 3. Oktober verbindet sich als Tag der Einheit mit dem 9. November, dem Tag des Mauerfalls, dessen 30. Jubiläum wir in diesem Jahr feiern“, erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bereits am Dienstag. Mutige Ostdeutsche hätten die Herrschaft der SED zum Einsturz gebracht und damit die Voraussetzung für die Einheit geschaffen.
„Wie keine andere Stadt steht Berlin für die Wiedervereinigung“, erklärten die Landesvorsitzenden der Grünen, Nina Stahr und Werner Graf, am Mittwoch. Sie kritisierten aber die andauernden Unterschiede zwischen Ost und West. Von der CDU hieß es, man dürfe bei aller Freude über die Einheit die Opfer der SED-Diktatur nicht vergessen. Landeschef Kai Wegner forderte deshalb für sie einen Härtefallfonds.
Auch die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer meldete sich zu Wort und würdigte die Verdienste von Bürgerinnen und Bürgern in der damaligen DDR beim Fall der Mauer. Seither sei viel erreicht worden, erklärte sie in einer Pressemitteilung und fügte hinzu: „Es liegt aber noch einiges vor uns.“ Das Motto zum Tag der Deutschen Einheit sei daher mit „Mut verbindet“ 30 Jahre nach der friedlichen Revolution sehr gut gewählt.
„Mit diesem Mut und dieser Entschlossenheit haben Menschen mit DDR-Biografie immer wieder Veränderungen angepackt und Herausforderungen gemeistert“, erklärte Kramp-Karrenbauer weiter. „Der Mut von damals sollte uns aber Vorbild und Ansporn sein, den gemeinsamen Weg weiter zu gehen.“
Die CDU-Vorsitzende bedankte sich für diesen Mut und fügte hinzu: „Unser Dank gilt aber auch unseren Freunden in Polen, Tschechien und Ungarn. Wir dürfen nie vergessen, welchen Verdienst sie um die deutsche Wiedervereinigung und damit den europäischen Einigungsprozess hatten.“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum Tag der Deutschen Einheit 25 Frauen und Männer für ihre Verdienste um das Land ausgezeichnet - darunter Musiker Udo Lindenberg (73), Astronaut Alexander Gerst (43) und der ehemalige Bürgerrechtler Rainer Eppelmann (76). Sie erhielten am 2. Oktober den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland „Mut zur Zukunft: Grenzen überwinden“. Er freue sich sehr, mit den zwölf Frauen und 13 Männern „eine großartige Mischung aus Bürgerrechtlern und Friedlichen Revolutionären, Künstlern und Wissenschaftlern“ empfangen zu können.
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