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Bastian Giegerich ist jetzt Generaldirektor des Instituts für Strategische Studien. Foto: IISS
Der Politikwissenschaftler Bastian Giegerich ist der neue Generaldirektor und somit erster Deutscher an der Spitze des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS). Das Forschungsinstitut wurde 1958 gegründet und gilt seitdem als führendes Thinktank auf dem Gebiet der Sicherheits- und Militärpolitik. Das IISS verfügt über eine außergewöhnliche Mischung aus internationaler Reichweite und Wirkung auf den höchsten Ebenen der Strategieentwicklung. Seine Forschungsagenda, sein Veranstaltungsprogramm, seine Dialoge und Publikationen gelten als Weltklasse in diesem Bereich und werden von einem Team an Standorten in Amerika, Europa, dem Nahen Osten und Asien hervorgebracht.
„Unter meiner Leitung wird das IISS seine zukünftige Arbeit mit Unternehmergeist fortsetzen und neue Ansätze und Produkte entwickeln, um politische Entscheidungsträger und den privaten Sektor mit Fakten und Analysen zu versorgen, die sie bei ihren Entscheidungen unterstützen“, wird Giegerich auf der Homepage des IISS zitiert. Giegerich weiter: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Sir John Chipman, dem Executive Chairman des IISS, um die Entwicklung dieses einzigartigen Instituts voranzutreiben.“
Von Potsdam über Washington nach London
Bastian Griegerich studierte Politikwissenschaften an der Universität Potsdam und entschied sich früh für eine Karriere im Ausland. Nach einem Zwischenstopp an der National Defense University in Washington D.C., promovierte er im Jahr 2005 im Bereich internationale Beziehungen an der London School of Economics and Political Science. Des Weiteren war er am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr und als Referent in der Abteilung Politik des Bundesministeriums der Verteidigung tätig. Schließlich wurde London sein Lebensmittelpunkt.
Bevor er im Oktober 2023 das Amt des Direktors übernahm, war Giegerich Leiter des Forschungsprogramms „Defence and Military Analysis“ und Herausgeber der jährlichen IISS-Flaggschiff- Publikation „The Military Balance“, welche die militärischen Potenziale und Verteidigungswirtschaften von 173 Ländern auflistet und bewertet. Zudem liefert die Publikation einen Überblick über bewaffnete Konflikte. Weiterhin trug Giegerich zur Entwicklung der Onlinedatenbank „Military Balance +“ sowie weiteren Forschungs- und Beratungsarbeiten bei.
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