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Hauptfeldwebel Stephan Rüping leistet an der Helmut-Schmidt-Universität (HSU)/Universität der Bundeswehr Hamburg Dienst. Der 29-Jährige ist dort als IT-Feldwebel für die Informationsverarbeitung eingesetzt. Neben seinen dienstlichen Obliegenheiten engagiert er sich für den DBwV in der Truppenkameradschaft (TruKa) der HSU.
Die Bundeswehr: Sie sind seit neun Jahren Verbandsmitglied. Was hat Sie dazu bewogen einzutreten?
Stephan Rüping: Es war der Besuch eines Außendienstmitarbeiters des DBwV während der Grundausbildung, der mich bewegt hat einzutreten. Ich war damals noch ziemlich jung, Politik war mir zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich wichtig. Wenn ich ehrlich bin, war es die Förderungsgesellschaft mit dem sehr guten Rahmenvertrag, mit Vodafone und der Diensthaftpflichtversicherung.
Wie sind Sie heute in Ihre Truppenkameradschaft eingebunden und wie erleben Sie deren Arbeit vor Ort?
Seit einem Jahr bin ich Schriftführer der Truppenkameradschaft hier an der HSU und werde wohl bald deren Kasse übernehmen. Davor war ich jahrelang Beisitzer und sah mir die Vorstandsarbeit erstmal an, bevor ich mich zur Wahl gestellt habe. In dieser Funktion habe ich bereits an vielen Versammlungen des DBwV teilgenommen und die TruKa unterstützt.
Ohne meine Kameradschaft hochloben zu wollen: Ich habe an noch keinem anderen Standort eine so aktive und auch sichtbare TruKa erlebt. Das liegt an den vielen Mitgliedern in unserem Bereich und den damit verbundenen finanziellen Mitteln, aber auch daran, dass wir bei jeder Wahl versuchen, alle Bereiche der Universität zu integrieren, um so Multiplikatoren und Ansprechpartner in den Fachbereichen zu haben. Das funktioniert inzwischen sehr gut, wir sind überall zu finden und unterstützen auch bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. So beispielsweise dem Weihnachtsbasar der Katholischen Hochschulgemeinde. Im Allgemeinen, so finde ich, ist es ein sehr gutes Miteinander.
Gibt es Dinge, die der Verband in Sachen junger Mitglieder besser machen kann?
Eine schwierige Frage, da, wie ich finde sich ein Muster bildet, dass sich immer weniger junge Leute engagieren wollen. Ich glaube, dass die DBwV-App schon ein Schritt in die richtige Richtung ist, um junge Mitglieder anzusprechen. Ansonsten sind die Kameradschaften gefragt: Aktiv auf die Mitglieder zugehen, sie ansprechen und in die Arbeit einbinden. Ältere Mitglieder müssen bereit sein, Verantwortung abzugeben und für frische Ideen offen sein. Eine Musterlösung habe ich allerdings nicht parat.
Wie kann ein Engagement als Mandatsträger für junge und jüngere Mitglieder attraktiver werden?
Da fällt mir zum einen das Formulieren klarer Ziele durch den DBwV ein. Junge Leute wollen wissen, warum und wofür sie sich engagieren sollen. Natürlich auch, inwiefern ihre Arbeit zum Erfolg des Verbandes beiträgt. Ein weiterer Punkt wäre die Flexibilität in der Ausrichtung von Veranstaltungen. In der heutigen Zeit muss alles schnell gehen, Informationen müssen mundgerecht portioniert werden. Viele junge Frauen und Männer haben keine Lust, ein oder zwei Stunden zu fahren, um an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen. Deshalb würden sich Online-meetings, virtuelle Workshops oder auch duale Varianten anbieten. Außerdem bieten Networks-Events gute Möglichkeiten junge Menschen anzusprechen. Als letzter Punkt fallen mir Karrieremöglichkeiten für Mandatsträger ein, der Verband sollte solche schaffen und offen kommunizieren. Wenn in der Zielgruppe gesehen wird, dass die ehrenamtliche Arbeit eine wichtige Rolle spielt und auch bei der beruflichen Entwicklung helfen kann, dann sind junge Mitglieder wohl eher geneigt, sich zu engagieren.
Abschließend: Gibt es etwas, was Sie sich vom Deutschen BundeswehrVerband wünschen?
Eine offene Kommunikation darüber, wofür der DBwV gerade kämpft und wie der Stand der Dinge ist. Beispielsweise durch einen Quartals-Newsletter für Mandatsträger und einen jährlichen für alle anderen Mitglieder. Darüber hinaus meine ich, der Verband sollte sich nicht mit fremden Federn schmücken, sondern sich auf seine Tätigkeiten konzentrieren. Ein gutes Beispiel dafür sind für mich die aktuellen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Durch Veröffentlichungen haben viele Mitglieder den Eindruck vermittelt bekommen, der DBwV hätte dabei ein Mitspracherecht und kämpfe neben der Gewerkschaft ver.di um eine Erhöhung. Das war meines Erachtens Negativwerbung, da viele mit den aktuellen Ergebnissen nicht zufrieden sind, sich deshalb vom DBwV im Stich gelassen fühlen und eher aus- als eintreten möchten.
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