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Die Erkennungsmarke eines Soldaten im Wald der Erinnerung. Foto: Bundeswehr / Isabell Kurtze
Soldaten der Bundeswehr sind seit knapp zwei Monate in Afghanistan, die ersten Patrouillen in Kabul sind noch keine acht Wochen her, da fallen die ersten beiden deutschen Soldaten. Es ist jene Zeit im ISAF-Einsatz, in der Soldaten noch ohne Helme oder in ungepanzerten Fahrzeugen losgeschickt werden.
Oberfeldwebel Thomas Kochert ist 29 Jahre alt. Sein Kamerad Mike Rubel, ebenfalls Oberfeldwebel, ist erst 27. Sie gehören zur Kampfmittelbeseitigungskompanie 11. Beide sterben am 6. März 2002, heute vor zwanzig Jahren, bei dem Versuch, eine russische Boden-Luft-Rakete des Systems S-125 Newa zu entschärfen. Sie sind die ersten deutschen Gefallenen am Hindukusch.
Kurze Zeit später tritt der damalige Generalinspekteur der Bundeswehr, General Harald Kujat, vor die Presse. Beobachter erinnern sich, dass er mit den Tränen kämpfte. „Manchmal wünschte man sich, woanders zu sein, nicht in dieser Verwendung“, so beginnt Kujat die Pressekonferenz. Er spricht von einem Unfall. Der damalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping, gerade auf dem Weg zum Horn von Afrika, wo Einheiten der Marine im Rahmen von Operation Enduring Freedom Dienst tun, lässt umkehren. Sein Luftwaffen-Airbus steuert Köln-Bonn an. Er will die Gefallenen in Empfang nehmen.
Heute stehen die Namen Thomas Kochert und Mike Rubel mit denen der anderen Gefallenen aus Afghanistan auf den Tafeln des Ehrenhains Kabul in der Gedenkstätte „Wald der Erinnerung“ in Potsdam. Der Name von Robert Sedlatzek-Müller steht dort nicht. Er überlebte am 06. März 2002. Er und sein Kampfmittelspürhund Idor begleiten damals das Bombenentschärfungsteam aus deutschen und dänischen Soldaten. Die russische Luftabwehrrakete, die sie entschärfen sollen, erinnert daran, dass auf afghanischem Boden schon zahlreiche Kriege geführt wurden. Von Krieg redet im Jahr 2002 daheim in Deutschland allerdings niemand gerne öffentlich. Sedlatzek-Müller erinnert sich, dass der Vorgesetzte rief: "Alles sicher!" Die Soldaten tragen keine Schutzkleidung. Sie arbeiten mit Hammer und Meißel am Sprengkopf. Er explodiert und reißt Thomas Kochert, Mike Rubel und drei dänische Soldaten in den Tod.
Die Ehrenhaine OP-North, Feyzabad, Kabul und Kundus haben nach und nach eine letztes Heimat im Wald der Erinnerung gefunden. Nach dem Ende des Afghanistan Einsatzs kehrte zuletzt der Ehrenhain Masar e-Sharif zurück. Er soll voraussichtlich am Volkstrauertag 2022 eingeweiht werden.
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