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Nach nur einem Jahr im Amt will Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD, 57) jetzt offenbar zurücktreten. Foto: Bundeswehr
Seit dem späten Freitagabend verdichten sich die Hinweise, dass die glücklose Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) spätestens am kommenden Montag ihren Rücktritt vom Amt erklären will. Es sei ihre Entscheidung, heißt es. Bundeskanzler Olaf Scholz habe sie nicht zu diesem Schritt gedrängt. Zuerst hat die BILD-Zeitung am Freitagabend berichtet, Lambrecht wolle ihr Amt aufgeben. Inzwischen gibt es gleichlautende Nachrichten von SPIEGEL, Focus und Süddeutscher Zeitung.
Unentschlossenheit, Unwissenheit, Überforderung mit dem Amt, das seit dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine das Schlüsselministerium der Bundesregierung ist - das sollen die Gründe für Lambrechts Abgang sein. Eine peinliche Videobotschaft zu Silvester der Ministerin, mitten im Raketen- und Böllerfeuerwerk in Berlin, sei der Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe.
Als Nachfolger gehandelt wird zum Beispiel der SPD-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil, dessen Wahlkreis im größten Heeresstandort Munster liegt. Auch die Wehrbeauftragte Eva Högl sei in der Truppe anerkannt und fürs Ministeramt geeignet.
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