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Putin im Dezember 2022. Jetzt hat er bei einer Rede zum Rundumschlag gegen den Westen ausgeholt. Foto: picture alliance / SvenSimon-TheKremlinMoscow | The Kremlin Moscow
Propaganda-Auftritt von Wladimir Putin: Bei seiner Rede zur Lage der Nation hat der russische Präsident dem Westen sowie der Ukraine erneut Vorwürfe gemacht und zum Rundumschlag ausgeholt. Der 70-Jährige hatte auch eine Drohung im Gepäck.
Moskau. Der russische Präsident hat den Westen wiederholt scharf kritisiert. "Sie wollen gegen uns kämpfen, und dabei sind ihnen alle Mittel recht. Hauptsache, es wird Waffengewalt eingesetzt", erklärte Wladimir Putin in seiner Rede zur Lage der Nation.
Kurz vor dem ersten Jahrestag des von ihm angeordneten Einmarschs in die Ukraine gab der 70-Jährige dem Westen die Schuld an dem Krieg: "Sie haben den Krieg losgetreten." Russland versuche lediglich, die Kämpfe zu beenden, behauptete der Kremlchef in seiner Ansprache vor den Vertretern der Föderalen Versammlung. Sie setzt sich aus der Staatsduma und dem Föderationsrat zusammen und tagte in einem Moskauer Veranstaltungszentrum.
Putin sieht "historische Gerechtigkeit"
"Der Westen nutzt die Ukraine aus, als Brechstange gegen uns", so Putin weiter. Er betonte erneut seinen Standpunkt, dass die Ukraine historisch zu Russland gehöre. Putin sprach von "historischer Gerechtigkeit".
Einmal mehr sagte Putin, in der Ukraine sei ein "Neonazi-Regime" an der Macht. Die "militärische Spezialoperation", als die Moskau den Krieg bezeichnet, werde fortgesetzt. "Schritt für Schritt, sorgfältig und konsequent, werden wir die vor uns liegenden Aufgaben lösen."
Indirekte Drohung mit Atomwaffen
"Der Westen und die Ukraine wollen einen lokalen Konflikt in einen globalen Konflikt verwandeln", so der russische Autokrat und drohte: "Und entsprechend werden wir reagieren." 91 Prozent der russischen Atomwaffen seien einsatzbereit.
An diesem Freitag, dem 24. Februar, wird es ein Jahr her sein, dass Russland offiziell den Krieg gegen die Ukraine begonnen hat. Putins Auftritt war seine bislang 18. Rede zur Lage der Nation.
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