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Teile des Kampfbekleidungssatzes Streitkräfte im Drei-Farben-Tarndruck. Der KBS SK ist auch im Fünf-Farben-Tarndruck verfügbar.. Foto: Bundeswehr/Sarah Sensen
Das Budget von 2,4 Milliarden Euro für die „vorgezogene Beschaffung“ von persönlicher Ausrüstung für Soldatinnen und Soldaten ist vom Haushaltsausschuss des Bundestages gebilligt worden. Obgleich der Bundeshaushalt für 2022 noch nicht verabschiedet ist, soll die Beschaffung von marktverfügbarer Ausrüstung nun schnell eingeleitet werden.
Die parlamentarische Zustimmung zu den Mitteln für Ausrüstung soll laut Verteidigungsministerium nachgeholt werden. Ursprünglich hatte das Ministerium geplant, die aktive Truppe bis 2031 vollständig mit Schutzwesten, Kampfbekleidung und Rucksacksystemen auszustatten. Laut Verteidigungsministerin Lambrecht kann dies nun bis 2025 erreicht werden. Die schnellere Beschaffung soll nicht nur durch den Kauf von marktverfügbaren Lösungen erreicht werden. Auch „krisenbedingte Beschleunigungsmöglichkeiten in den einschlägigen Vergabevorschriften“ machen dies möglich, so ein Schreiben an die Verteidigungspolitiker des Bundestages.
Was heißt dies nun für die Bundeswehr?
Das erläutern Christine Lambrecht und Generalinspekteur Eberhard Zorn in ihrem heutigen Tagesbefehl. Bis 2025 erhält die aktive Truppe das 110 Liter Rucksacksystem und einen neuen Gefechtshelm, „der sich bei unseren Spezialkräften bewährt hat“ und mit einem Funkgerät mit Gehörschutzfunktion kombiniert werden kann. Neben der Feldbekleidung erhalten die Soldatinnen und Soldaten den „Kampfbekleidungssatz Streitkräfte“, bestehend aus 25 Teilen, die auf unterschiedliche Klimazonen und Wetterverhältnisse ausgerichtet sind – etwa durch Nässe-, Kälte- oder Staubschutz.
Hinzu kommt MOBAST. Das ist die modulare ballistische Schutz- und Trageausstattung, zu der neben Schutzweste und Trageausrüstung auch ballistische Unterwäsche in Form von Schlauchschal, T-Shirt und Unterhose gehören.
Laut Tagesbefehl ist das Ziel, die Ausrüstung in dem Umfang zu beschaffen, dass der „Umgang damit bereits im täglichen Dienst im Heimatstandort“ geübt werden kann. Die Ministerin und der Generalinspekteur bedankten sich bei den Abgeordneten, die ihre Zustimmung zu den 2,4 Milliarden gegeben hatten. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine sei es umso wichtiger, dass „wir auch selbst wehrhafter werden“ und die bessere persönliche Ausstattung sei ein Schritt auf dem Weg dahin, so die Verfasser des Tagesbefehls.
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