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Ein Mariensoldat kauft für Risikogruppen und ältere Menschen in Wilhelmshaven während der Corona-Pandemie ein. Foto: Bundeswehr/Jonas Weber
Über das Land verteilt hilft die Bundeswehr, wenn es in der Corona-Krise eng wird. Auch der Großteil der Sanitätssoldaten ist im Einsatz. Bei einer Lockerung der Einschränkungen wird binnen zwei Wochen ein «Stresstest» erwartet.
Koblenz/Berlin - Die Bundeswehr hält für den Einsatz in der Corona-Krise inzwischen mehr als 32.000 Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen bereit. Zu dem Einsatzkontingent «Hilfeleistung Corona» gehörten mehr als 17.000 Männer und Frauen aus dem Sanitätsdienst, heißt es in einer Vorlage für die Spitze des Verteidigungsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Der Sanitätsdienst hat seine Arbeit damit in großem Maße auf den Kampf gegen das Coronavirus ausgerichtet.
Rund 17.000 der bundesweit 22.000 Angehörigen des Sanitätsdienstes dienten inzwischen in einem «Corona-Kontigent» - entweder in den Sanitätseinrichtungen oder in den fünf Bundeswehrkrankenhäusern, die zu rund 80 Prozent zivile Patienten versorgten, sagte der Inspekteur des Sanitätsdienstes, Ulrich Baumgärtner, der Deutschen Presse-Agentur in Koblenz.
Die Bundeswehr hilft nach Angaben des Generaloberstabsarztes dem deutschen Gesundheitswesen auch mit Sanitätsmaterial, beispielsweise mit der Überlassung von Röntgengeräten und Schutzausrüstung. «In den Kasernen halten wir darüber hinaus mittlerweile über 1300 Betten zur Absonderung und Betreuung von betroffenen Soldaten durch unsere Sanitätsunterstützungszentren vor», sagte er.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte kürzlich mit Blick auf die Bundeswehr gesagt: «Wir haben sehr viele Köpfe, sehr viele Hände, die bereit sind zu helfen.» Insgesamt dienen rund 180.000 Soldaten in der Bundeswehr. Wegen der aktuellen Infektionsgefahren hat die Bundeswehr auch die Grundausbildung ihrer Rekruten verschoben und verkürzt.
In den fünf Bundeswehrkrankenhäusern wurden in der ablaufenden Woche zur Pflege von Covid-19-Patienten insgesamt 820 Betten vorgehalten, von denen 48 belegt waren (Stand: Mittwoch). Für die intensivmedizinische Behandlung gab es 159 Betten in den Krankenhäusern, von denen 23 mit Covid-19-Patienten belegt und knapp 100 frei waren, hieß es in der Vorlage für die Leitung weiter.
Bei einer Lockerung der verordneten Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Leben sei binnen 10 bis 14 Tagen mit einem Stresstest für zivile Krankenhäuser und die Einrichtungen des Sanitätswesens zu rechnen. In der Bundeswehr selbst gab es bislang mindestens 314 Corona-Fälle. Aktuell infiziert sind 116 Männer und Frauen, genesen etwa 200.
«Aufgrund der Ungewissheit, wie schnell sich das Virus ausbreitet, hat die Bundeswehr deutliche Kapazitäten geschaffen, um so viel wie möglich an Corona schwer Erkrankte gleichzeitig zu behandeln. Das ist die gute Nachricht», erklärte die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die noch bessere Nachricht sei, dass der Bedarf momentan nicht so hoch sei wie befürchtet.
«Wichtig ist natürlich, dass wir bei aller Dramatik dieses Coronavirus nicht die anderen Patienten, die dringender Hilfe bedürfen, aus dem Auge verlieren», so Strack-Zimmermann. «Schon jetzt gehen weniger Menschen in die Behandlung, selbst bei Verdacht auf Schlaganfall und Herzinfarkt.»
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