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Kabul. Bei zwei Taliban-Angriffen sind in Afghanistan 13 Sicherheitskräfte getötet worden. Bei einem Hinterhalt auf einen Militärkonvoi in der südlichen Provinz Sabul wurden zehn Menschen getötet, wie Provinzpolitiker am Freitag mitteilten. Die Aufständischen griffen den Konvoi wenige Kilometer vor der Provinzhauptstadt an, nachdem sie zuvor eine Bombe auf der Fernstraße gezündet hatten. In der Nordprovinz Fariab starben laut Politikern drei Sicherheitskräfte bei einem Angriff auf einen Kontrollposten.
Die amerikanischen Streitkräfte hatten nach eigenen Angaben am Donnerstag zum ersten Mal nach der kurzen Waffenruhe vor rund zwei Wochen zwei Luftangriffe ausgeführt, als Talibankämpfer einen Kontrollposten der afghanischen Armee angegriffen hatten. «Alle Seiten müssen die Gewalt reduzieren, damit der Friedensprozess greifen kann», schrieb der Sprecher der US-Streitkräfte in Afghanistan, Sonny Leggett, auf Twitter. Zudem sei ein Luftangriff gegen 25 Talibankämpfer in der Nacht in der Provinz Farah durchgeführt worden, ein weiterer am Nachmittag in der südlichen Provinz Kandahar.
Regierungsvertreter und ein Team der islamistischen Taliban diskutieren derzeit in Kabul über einen Gefangenenaustausch, der als Vorbedingung für direkte Friedensgespräche gilt. Zum Ende des Ramadan hatten beide Seiten eine dreitägige Waffenruhe vereinbart. Inzwischen geht der Konflikt im Land wieder weiter.
Die USA hatten mit den Taliban am 29. Februar in Doha (Katar) ein Abkommen unterzeichnet. Es sieht nach fast zwei Jahrzehnten einen Abzug der internationalen Truppen sowie einen Gefangenenaustausch vor und soll den Weg für innerafghanische Friedensgespräche bereiten. Die Regierung in Kabul war nicht daran beteiligt worden, weil die Taliban direkte Gespräche mit ihr bisher abgelehnt hatten.
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