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München - Der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann (KMW) hat am Mittwoch (20. November 2019) in München den Bau des ersten Leopard-2-Panzers vor genau 40 Jahren gefeiert. Der gut 60 Tonnen schwere Kampfpanzer ist heute in der Bundeswehr und bei 18 weiteren Streitkräften von Norwegen über die Türkei bis Singapur und Chile im Einsatz. Deutschland und Frankreich haben aber bereits beschlossen, gemeinsam einen Nachfolger zu bauen. Er könnte 2035 fertig sein.
Das Familienunternehmen KMW erwirtschaftet mit 4.000 Mitarbeitern rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr und hat Aufträge für vier Jahre in den Büchern. Die Kanone des Leopard-2 stammt vom Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern. Seit der Übergabe des ersten Panzers 1979 an den damaligen Verteidigungsminister Hans Apel (SPD) wurden rund 3500 Leopard-2 gefertigt.
Vor vier Jahren schloss sich KMW mit dem französischen Rüstungskonzern Nexter zusammen, um die nächste Generation von Kampfpanzern gemeinsam zu bauen. Mit Rheinmetall als Partner soll die deutsche Seite die Führung haben. Rheinmetall schätzt das Umsatzvolumen des Leo-Nachfolgers, der zum Standardpanzer der europäischen Heere werden soll, auf 100 Milliarden Euro.
Die Bundesregierungen hatten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bei der Bundeswehr hunderte Panzer ausgemustert und in alle Welt verkauft. Vom Golfkrieg über Afghanistan bis jetzt in Syrien erwiesen sie sich aber als wichtige Waffe, und nach der Annektion der ukrainischen Krim durch Russland wuchs die Sorge der baltischen EU-Staaten. Nun ist Deutschland dabei, die Lücken bei der Bundeswehr zu stopfen. Dazu zählt auch, die Zahl der Kampfpanzer um die Hälfte auf 328 zu erhöhen.
Nächstes Jahr soll die Bundeswehr auch erstmals Panzer mit aktiver Panzerung bekommen, die anfliegende Raketen und Geschosse schon vor dem Fahrzeug unschädlich macht. Das System stamme aus Israel und sei dort und auch in den USA im Einsatz, sagte ein KMW-Experte.
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