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Vlasenica. Im Rahmen ihres Bosnien-Einsatzes hat die Bundeswehr erstmals eine Verbindungs- und Beobachtungsmission im serbischen Landesteil eingerichtet. An der Einweihung des Einsatzbüros in der Kleinstadt Vlasenica, 80 Kilometer nordöstlich von Sarajevo, nahmen am Donnerstag der Kommandeur des deutschen Kontingents in Bosnien, Oberstleutnant Stefan Hofmeister, und Vertreter der Gemeinde teil, teilte die Bundeswehr in Bosnien mit.
Die Bundeswehr ist seit letztem August mit einem eigenen Kontingent in der EU-Mission Eufor Althea vertreten. Es soll bis zu 50 Männer und Frauen umfassen. Die Truppenstärke von Eufor Althea wird gemäß eines Beschlusses vom letzten Februar von 600 auf 1100 erhöht.
Die Entscheidung ist auch eine Reaktion auf wachsende Spannungen und Abspaltungstendenzen der bosnischen Serben und soll zudem einen Beitrag dazu leisten, weiteren Einflussnahmen Russlands einen Riegel vorzuschieben.
Die Verbindungs- und Beobachtungsteams (Liaison and Observation Teams/LOT) setzt Eufor Althea im ganzen Land ein, um im Austausch mit der Bevölkerung ein genaueres Bild von der Lage im Einsatzgebiet zu gewinnen. Auch sollen dadurch Vertrauen und Akzeptanz seitens der Bevölkerung gestärkt werden.
Den Bundeswehr-Angaben zufolge soll in Kürze ein weiteres Team im südbosnischen Capljina zum Einsatz kommen. Die mehrheitlich von Kroaten bevölkerte Kleinstadt liegt in der kroatisch-bosnischen Föderation (FBiH), dem zweiten Landesteil neben der Serben-Republik.
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