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Die Bundeswehr soll in Polen helfen, Schäden durch Hochwasser zu beseitigen. Nach Beratungen ist der Marschbefehl ergangen.
Stettin - Deutschland schickt dem Nachbarland Polen 120 Soldaten zur Hochwasserhilfe. Sie sollten in dem Land bei der Instandsetzung von Infrastruktur und Räumarbeiten helfen, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Donnerstag in Stettin. Ein Vorauskommando werde schnell starten. Vorgesehen sei ein Einsatz von zunächst acht Wochen. Der SPD-Politiker sagte, Polen habe um die Hilfe gebeten.
Polen kämpft den Auswirkungen schwerer Überschwemmungen. Im Südwesten des Landes wurden mehrere Orte verwüstet. Pistorius war in Stettin zum 25-jährigen Jubiläum des für die Nordostflanke des Bündnisses zuständigen Nato-Hauptquartiers. Es wird von dem deutschen Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart geführt.
In der vergangenen Woche hatte Polens Regierungschef Donald Tusk nach einer Sitzung des Krisenstabs in Breslau (Wroclaw) gesagt, Deutschland sei bereit, Soldaten zur Unterstützung zu schicken. «Wenn Sie also deutsche Soldaten sehen, geraten Sie bitte nicht in Panik. Das ist Hilfe. Nur, damit es da keine Zweifel gibt», sagte Tusk. Er spielte damit auf antideutsche Ressentiments an, die 85 Jahre nach dem Überfall von Nazi-Deutschland auf Polen im Jahre 1939 in Teilen der polnischen Bevölkerung verbreitet sind.
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