21.09.2017
dpa

Entlassene Bundeswehrsoldaten aus Pfullendorf wollen erneut klagen

Sigmaringen - Die wegen entwürdigender Rituale gefeuerten vier Bundeswehrsoldaten aus Pfullendorf gehen weiter juristisch gegen ihre Entlassungen vor. Das bestätigte das Verwaltungsgericht Sigmaringen am Mittwoch. Die einstigen Soldaten des Ausbildungszentrums Spezielle Operationen haben demnach beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) in Mannheim die Zulassung einer Berufung gegen das Urteil des Sigmaringer Gerichts beantragt. Es hatte am 19. Juli eine Klage abgewiesen und die Entlassungen für rechtmäßig erklärt.

Gegen dieses Urteil können die Soldaten nur mit Zustimmung des VGH vorgehen, da die Richter in Sigmaringen ihrerseits eine Berufung ausgeschlossen hatten. Die höhere Instanz könnte dem Begehren zustimmen, falls sie zu der Auffassung gelangt, dass ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des vorangegangenen Urteils bestehen. Wann sich der VGH damit beschäftigt, ist noch nicht absehbar.

Das Verwaltungsgericht Sigmaringen hatte erklärt, der Verbleib der Soldaten «im Dienst würde zu einer Gefährdung der militärischen Ordnung führen». Durch Aufnahmerituale könnten eingeschworene Zirkel in der Truppe entstehen, die die Einsatzbereitschaft schwächten. Außerdem sei die Gefahr der Nachahmung groß. Die Männer - drei von ihnen waren seinerzeit 19, einer 21 Jahre alt - waren im Februar aus der Truppe ausgeschlossen worden.

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