Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Trumps strategischer Fehlschluss trifft auch Europa
Die alte Raubkatze und der Mut der Ukrainer
Der Landesverband Ost feiert Geburtstag – Die „Armee der Einheit“ wurde im DBwV verwirklicht
Der Aufwuchs der Reserve als sicherheitspolitische Aufgabe
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
Ein Ausweis, der mehr als Anerkennung sein kann
16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Europapolitik weckt Interesse: Zur CESI-Veranstaltung kamen mehr als 100 Teilnehmer. Foto: CESI/Radescu
Brüssel. Das Thema Europäische Verteidigungsunion ist brandaktuell: Am vergangenen Mittwoch, 18. Oktober, hat das Bundeskabinett einen weiteren großen Schritt in diese Richtung gemacht. Die Bundesregierung billigte die von Außen- und Verteidigungsministerium vorgelegten Eckpunkte zur Teilnahme Deutschlands an der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit – auf europäischer Gesprächsebene hat sich dazu der Begriff PESCO (Permanent Structured Cooperation) etabliert. Damit soll kooperationswilligen Staaten eine engere Zusammenarbeit ermöglicht werden, ohne dass dabei alle 27 EU-Mitglieder mitmachen müssen. So können interessierte Partnernationen Projekte anstoßen, in denen Material und Ausbildung vereinheitlicht werden. In Einsätzen könnte das Personal dann flexibler und effektiver eingesetzt werden, so der Grundgedanke.PESCO war somit auch Thema einer Podiumsdiskussion in Brüssel, zu der die Europäische Union Unabhängiger Gewerkschaften (CESI) gemeinsam mit der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „CESI@noon“ – man trifft sich dabei 90 Minuten zu einem ausgewählten Thema. Der Leiter, Friedrich von Heusinger, begrüßte dieses Mal mehr als 100 Teilnehmer zum Thema „Europäische Verteidigungsunion – was als Nächstes?“. Nach einer Einleitung durch Brigadegeneral Heinz Krieb aus dem EU-Militärstab diskutierten für den Deutschen BundeswehrVerband Hauptmann Andreas Steinmetz, stellvertretender Bundesvorsitzender, sowie der Präsident von EUROMIL Emmanuel Jacob und der Europaabgeordnete Michael Gahler (CDU).
Steinmetz forderte, einheitliche Ausbildungsstandards in den europäischen Streitkräften zu etablieren – ein Gedanke, der sich auch in den Plänen der Permanenten Strukturierten Zusammenarbeit wiederfindet. Neben PESCO wurden unter anderem die Möglichkeiten des Europäischen Verteidigungsfonds und die Folgen des Brexit auf die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik diskutiert. Eines wurde aber besonders deutlich: Die Menschen, die in den Verbänden und Einheiten dienen, dürfen bei aller politischer Planung nicht vergessen werden. Der Präsident von CESI machte dies in seinem Schlusswort besonders deutlich: „Wenn Soldaten in Europa gemeinsam die Sicherheit in Europa und auf der Welt im Einsatz verbessern sollen, dann ist es erforderlich, dass die sozialen Rahmenbedingungen des Dienstes einem gemeinsamen Mindeststandard genügen müssen“, sagte Romain Wolff. Als Stichworte nannte er Arbeitszeitregelungen und Ausgleich für mehr geleisteten Dienst, das uneingeschränkte Koalitionsrecht auch für Soldaten in allen Streitkräften in Europa sowie Gesundheits- und Arbeitsschutz. Das alles ist bei manchen unserer europäischen Partner noch längst nicht selbstverständlich.
DIESE SEITE:
TEILEN:
FOLGEN SIE UNS: