70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
Das Leben der anderen
„Last Call!“ – Der letzte Bundeswehr-Einsatz in Kabul
Kampfschwimmer – der Kern der Spezialkräfte der Marine
Gefahr im Anflug: Warum Deutschland bei der Drohnenabwehr hinterherhinkt
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Hauptfeldwebel Mischa Meier
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Europapolitik weckt Interesse: Zur CESI-Veranstaltung kamen mehr als 100 Teilnehmer. Foto: CESI/Radescu
Brüssel. Das Thema Europäische Verteidigungsunion ist brandaktuell: Am vergangenen Mittwoch, 18. Oktober, hat das Bundeskabinett einen weiteren großen Schritt in diese Richtung gemacht. Die Bundesregierung billigte die von Außen- und Verteidigungsministerium vorgelegten Eckpunkte zur Teilnahme Deutschlands an der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit – auf europäischer Gesprächsebene hat sich dazu der Begriff PESCO (Permanent Structured Cooperation) etabliert. Damit soll kooperationswilligen Staaten eine engere Zusammenarbeit ermöglicht werden, ohne dass dabei alle 27 EU-Mitglieder mitmachen müssen. So können interessierte Partnernationen Projekte anstoßen, in denen Material und Ausbildung vereinheitlicht werden. In Einsätzen könnte das Personal dann flexibler und effektiver eingesetzt werden, so der Grundgedanke.PESCO war somit auch Thema einer Podiumsdiskussion in Brüssel, zu der die Europäische Union Unabhängiger Gewerkschaften (CESI) gemeinsam mit der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „CESI@noon“ – man trifft sich dabei 90 Minuten zu einem ausgewählten Thema. Der Leiter, Friedrich von Heusinger, begrüßte dieses Mal mehr als 100 Teilnehmer zum Thema „Europäische Verteidigungsunion – was als Nächstes?“. Nach einer Einleitung durch Brigadegeneral Heinz Krieb aus dem EU-Militärstab diskutierten für den Deutschen BundeswehrVerband Hauptmann Andreas Steinmetz, stellvertretender Bundesvorsitzender, sowie der Präsident von EUROMIL Emmanuel Jacob und der Europaabgeordnete Michael Gahler (CDU).
Steinmetz forderte, einheitliche Ausbildungsstandards in den europäischen Streitkräften zu etablieren – ein Gedanke, der sich auch in den Plänen der Permanenten Strukturierten Zusammenarbeit wiederfindet. Neben PESCO wurden unter anderem die Möglichkeiten des Europäischen Verteidigungsfonds und die Folgen des Brexit auf die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik diskutiert. Eines wurde aber besonders deutlich: Die Menschen, die in den Verbänden und Einheiten dienen, dürfen bei aller politischer Planung nicht vergessen werden. Der Präsident von CESI machte dies in seinem Schlusswort besonders deutlich: „Wenn Soldaten in Europa gemeinsam die Sicherheit in Europa und auf der Welt im Einsatz verbessern sollen, dann ist es erforderlich, dass die sozialen Rahmenbedingungen des Dienstes einem gemeinsamen Mindeststandard genügen müssen“, sagte Romain Wolff. Als Stichworte nannte er Arbeitszeitregelungen und Ausgleich für mehr geleisteten Dienst, das uneingeschränkte Koalitionsrecht auch für Soldaten in allen Streitkräften in Europa sowie Gesundheits- und Arbeitsschutz. Das alles ist bei manchen unserer europäischen Partner noch längst nicht selbstverständlich.
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