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Sigurd Rink bei seiner Verabschiedung in der St.-Louis-Kirche der Julius-Leber-Kaserne. Er war sechs Jahre evangelischer Militärbischof. Foto: W. Linkmann
Berlin. Sechs Jahre war er Militärbischof, jetzt legte Sigurd Rink sein Amt nieder und wurde am Mittwoch (22. Juli) feierlich von der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche in Westfalen und stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), in der St.-Louis-Kirche der Julius-Leber-Kaserne verabschiedet. Der 60-Jährige wird künftig im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung tätig sein, als Büroleiter des Präsidenten der Diakonie. Der frühere EKD-Bevollmächtigte Bernhard Felmberg wird im Oktober das höchste Amt der evangelischen Militärseelsorge in Deutschland übernehmen.
Mit Rinks Amtsantritt 2014 gab es eine Premiere: Der gebürtige Frankfurter war als erster hauptamtlicher Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eingeführt worden. Zuvor war dieser Posten lediglich ein Nebenamt.
Der Militärbischof wird vom Rat der EKD benannt und ist der Kirche verantwortlich. Somit steht der Militärbischof nicht in einem Dienstverhältnis zur Bundeswehr – anders als bei den Militärgeistlichen, die ein evangelisches Militärdekanat oder Militärpfarramt leiten. Zudem ist das Bischofsamt in der Evangelischen Kirche ein Amt auf Zeit. Rinks Amtszeit wäre Ende September nach sechs Jahren abgelaufen.
Der Militärbischof nimmt die kirchliche Leitung der Militärseelsorge wahr, feiert Gottesdienste mit den Soldatinnen und Soldaten, vertritt die Militärseelsorge nach außen, verantwortet das Schrifttum der Militärseelsorge, führt die Geistlichen in ihre Aufgaben ein und ist ihr Seelsorger. Die Amtszeit Rinks sei insbesondere auch von den kirchlich mitfinanzierten Hilfsangeboten für Soldaten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) geprägt worden, berichtete Rink auf der Bundespressekonferenz, bei der er auch seine Amtsniederlegung bekanntgab.
Die Evangelische Kirche und die BRD schlossen einen Militärseelsorgevertrag, welcher 1957 – knapp zwei Jahre nach der Gründung der Bundeswehr - in Kraft getreten ist. „Er regelt die Seelsorge als gemeinsame Aufgabe unter alleiniger inhaltlicher Verantwortung und Aufsicht der Kirche bei gleichzeitiger organisatorischer und finanzieller Verantwortung des Staates“, wird auf der Bundeswehr-Homepage erläutert. Derzeit seien es rund 100 Geistliche in ebenso vielen evangelischen Militärpfarrämtern an den Standorten. Die Unterteilung erfolgt in vier Militärdekanate. Die leitenden Militärgeistlichen in den Dekanaten stellen den Kontakt zu den evangelischen Landeskirchen her.
Das Evangelische Kirchenamt für die Bundeswehr ist als Bundesbehörde für die zentrale Verwaltung zuständig. Die Leitung hat dieses Amts hat ein Militärgeneraldekan inne, „in ihm fließen kirchliche Führung durch den Militärbischof und Aufsicht durch das Bundesverteidigungsministerium zusammen“, heißt es auf der Website weiter.
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