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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Der A400M steht wegen technischer Probleme in der Kritik. In der Karibik leistet er jedoch wertvolle Hilfe Foto: Bundeswehr
Berlin. Die Luftwaffe der Bundeswehr hat nach den schweren Wirbelstürmen in der Karibik mittlerweile mehr als 300 gestrandete Menschen aus der Krisenregion geflogen. Immer noch würden zwei A400M-Transportmaschinen Hilfsgüter auf betroffene Inseln wie Sint Maarten/Saint-Martin bringen und Personen auf benachbarte Inseln ausfliegen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur. Zeitweise seien drei Militärtransporter im Einsatz gewesen.Bis Anfang dieser Woche habe man 68 Tonnen an Hilfs- und Bergematerial transportiert - etwa Zelte, vorübergehende Unterkünfte, Satellitenschüsseln und Geräte zur Wasseraufbereitung. Die Wirbelstürme "Irma" und "Harvey" hatten in Teilen der Karibik und im Süden der USA schwere Verwüstungen angerichtet. Angesichts des neuen Hurrikans "Maria" müsse die Lage nun weiter beobachtet werden, sagte der Sprecher.
Für den A400M sei der Einsatz angesichts der Dimension eine Premiere, sagte der Sprecher der Luftwaffe. Die erste in die Karibik gestartete Maschine war im vergangenen Monat bei einem Tankstopp auf den Azoren liegengeblieben. Im Ölkreislauf des Triebwerks hatten sich Metallspäne gelöst. Die Maschine werde derzeit im Fliegerhorst Wunstorf instand gesetzt, sagte der Sprecher. Mit den drei weiteren A400M habe es beim Hilfseinsatz aber keine Probleme gegeben. Der A400M zählt zu den problematischsten Rüstungsprojekten der Bundeswehr. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Pannen an dem Flieger. Im Februar war auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrer ersten Dienstreise mit dem A400M Opfer eines Defekts geworden. Sie kam zwar bis ins litauische Kaunas. Dort blieb die Maschine aber mit einem Triebwerkschaden liegen.
Der Vorsitzende Luftwaffe im DBwV-Bundesvorstand, Oberstleutnant i.G. Dr. Detlef Buch, kritisiert die erneuten Probleme. "Mit der schnellen Hilfe für die Menschen in der Karibik zeigen die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr erneut, dass sie in der Lage sind, auch spontane Aufgaben in entlegenen Gebieten zu meistern. Für Ihren Einsatz gebührt Ihnen Dank und Respekt. Das gilt umso mehr, wenn man bedenkt, unter welch widrigen Bedingungen diese Hilfe einmal mehr zustande gekommen ist. Es darf einfach nicht passieren, dass ein so modernes Flugzeug wie der A400M schon auf dem Weg in den Einsatz liegen bleibt. Diese Art von Problemen wirken sich auf die Effizienz des gesamten Einsatzes aus und verhindert letztlich, dass den Betroffenen vor Ort noch besser geholfen wird."Vor einer Woche hatte sich ein Krisenteam der Bundesregierung auf den Weg in die Karibik gemacht. Bis zu 200.000 deutsche Staatsangehörige halten sich nach Angaben des Außenamts in Florida auf. Auch in der Karibik seien Deutsche von dem Sturm betroffen.
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