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Am 24. April 2010, neun Tage nach den Gefechten bei Baghlan, wurde mit einer Trauerzeremonie in Ingolstadt Abschied von den vier gefallenen deutschen Soldaten genommen. Foto: picture alliance / dpa / Karl Josef Hildenbrand
Nach dem Karfreitagsgefecht am 2. April mit drei gefallenen Soldaten dachten viele: „Schlimmer kann es nicht mehr werden.“ Doch nur wenig später kam es schlimmer. Keine zwei Wochen später, am 15. April 2010, gab es vier weitere Gefallene zu beklagen. Bei einem Anschlag auf eine Patrouille in der Nähe von Baghlan im Norden Afghanistans wurden Major Jörn Radloff, Hauptfeldwebel Marius Dubnicki, Stabsunteroffizier Josef Kronawitter und Oberstabsarzt Thomas Broer brutal aus dem Leben gerissen.
Im Distrikt Baghlan-e-Jadid lief zu dem Zeitpunkt die Operation „Taohid“. Soldaten aus Deutschland, Belgien, Schweden und Kroatien waren gemeinsam mit afghanischen Einheiten im Einsatz, um Taliban und andere Aufständische aus der Gegend zu vertreiben. An einer Brücke, der sogenannten „Dutch Bridge“, geriet eine deutsche Patrouille in einen Hinterhalt.
Major Jörn Radloff, Hauptfeldwebel Marius Dubnicki und Stabsunteroffizier Josef Kronawitter stiegen aus ihrem Fahrzeug, einem gepanzerten Geländewagen „Eagle IV“. In diesem Moment detonierte ein ferngezündeter Raketensprengkopf. Die deutschen Soldaten hatten keine Chance. Es folgten heftige Gefechte.
Und es kam noch schlimmer an diesem Tag: Als ein mobiler Arzttrupp sich auf den Weg zur Anschlagsstelle machte, wurde er mit einer Panzerfaust-Granate beschossen. Oberstabsarzt Dr. Thomas Broer kam ums Leben.
Spätestens da musste auch den letzten Zweiflern in Deutschland klar sein: In Afghanistan herrscht Krieg, und die Bundeswehr ist mittendrin.
Das Gedenken an die Toten zu wahren, ist für den Deutschen BundeswehrVerband von zentraler Bedeutung. Der Einsatz in Afghanistan ist Geschichte, doch die Erinnerungen bleiben. Und die Gefallenen der Bundeswehr sind unvergessen.
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