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Für Grußworte und Ansprachen beim Jahresempfang der Standortkameradschaft Ingolstadt begrüßte Vorsitzender Christian Lender (r.) Oberbürgermeister Michael Kern (v.l.), Bezirksvorsitzenden Roland Ehrenberger, Brigadegeneral Christian Friedl und Landrat Alexander Anetsberger. Foto: Stevan Ludwig
Ingolstadt. Mit einem breiten Teilnehmerkreis aus Bundeswehr, Politik, Kirche und Personalvertretungen hat die Standortkameradschaft Ingolstadt am 28. Januar 2026 ihren traditionellen Jahresempfang im Casino der Pionierkaserne „Auf der Schanz“ begangen. Vorsitzender Oberstabsfeldwebel a. D. Christian Lender begrüßte die Gäste – darunter Brigadegeneral Christian Friedl, Kommandeur der Pionierschule Ingolstadt, Oberst Holger Niedermeier vom Waffensystemunterstützungszentrum 1 sowie Vertreterinnen und Vertreter der Standorte Ingolstadt und Manching.
Enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Bundeswehr im Fokus
Den Auftakt der Grußworte übernahm Ingolstadts Oberbürgermeister Michael Kern, der sich für die aus terminlichen Gründen vorgezogene Rednerrolle bedankte und an seine Zeit als Wehrdienstleistender erinnerte. „Auch ich habe meinen Beitrag geleistet – als Luftwaffensoldat“, sagte er und betonte den prägenden Charakter des Wehrdienstes sowie das traditionell enge Verhältnis zwischen Stadt und Bundeswehr: „Ingolstadt und die gesamte Region wissen, was sie an ihrer Bundeswehr haben.“
Alexander Anetsberger, Landrat des Landkreises Eichstätt, hob die wachsende Bedeutung der zivilen Verteidigung hervor. Beschäftigte in Behörden müssten sich heute intensiver mit öffentlicher Sicherheit und Katastrophenschutz befassen, um im Ernstfall vorbereitet zu sein. Die Verantwortung dafür liege klar bei den politischen Entscheidungsträgern. Mit Blick auf die enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr zeigte sich Anetsberger dennoch zuversichtlich.
Ausbildungsboom stellt Pionierkaserne vor große Herausforderungen
Brigadegeneral Friedl stellte die dynamische Entwicklung seiner Dienststelle heraus. „Wir sind der Place to be“, sagte er mit Blick auf hochrangige Besuche im kommenden Jahr – dabei vom Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding – und die bevorstehenden Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der Pionierkaserne. Die stark gestiegenen Ausbildungszahlen stellten den Standort vor große Herausforderungen. Der massive Anstieg der Feldwebelanwärter an der Unteroffizierschule des Heeres – ein Plus von rund 170 Prozent – wirke sich unmittelbar auf die Ausbildung in Ingolstadt aus. Der Standort trage damit maßgeblich zur Einsatz- und Krisenbewältigung der Bundeswehr bei. Gleichzeitig sei ein deutlicher Aufwuchs an Personal und Ausbildungskapazitäten notwendig. Zudem betonte Friedl: „Der Deutsche BundeswehrVerband verbindet uns alle.“
Appell für europäische Geschlossenheit und stärkere Bundeswehr
Besonders eindringlich äußerte sich der Vorsitzende des Bezirks Altbayern vom Deutschen BundeswehrVerband. Mit dem Zitat „Wir leben nicht im Krieg, aber wir leben schon lange nicht mehr im Frieden“ verwies Hauptmann a.D. Roland Ehrenberger auf weltpolitische Entwicklungen und forderte mehr europäische Geschlossenheit. Das Ziel, die Bundeswehr bis 2035 deutlich zu stärken, sei eine „enorme Herausforderung“. Zentral sei, Bewusstsein für die Bedeutung von Freiheit und Demokratie zu schaffen: „Wer kriegstüchtig ist, schreckt ab – wer es nicht ist, lädt ein.“ Für den DBwV stehe die Kriegstüchtigkeit der Bundeswehr seit Langem als zentrales Ziel im Fokus. Dennoch dürften soziale Forderungen der Soldaten und Zivilbeschäftigte der Bundeswehr nicht aus dem Blick geraten.
Zum Abschluss dankte StoKa-Vorsitzender Lender den Rednern und rief dazu auf, den Deutschen BundeswehrVerband weiterhin zu unterstützen.
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