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Vilnius. Litauen setzt nach der Bundestagswahl in Deutschland und der sich abzeichnenden schwarz-roten Koalition auf einen Verbleib von Boris Pistorius (SPD) im Amt des Verteidigungsministers. «Mit ihm haben wir viel Arbeit in Bezug auf die Aufnahme der deutschen Brigade in Litauen geleistet, und diese Arbeit könnte auf natürliche Weise fortgesetzt werden», sagte die außenpolitische Beraterin von Staatspräsident Gitanas Nauseda, Asta Skaisgiryte, im litauischen Radio.
Auch Parlamentspräsident Saulius Skvernelis würde es begrüßen, wenn der bisherige deutsche Verteidigungsminister weitermachen würde. Pistorius sei «sehr willensstark und ein großer Helfer» bei der laufenden Stationierung der Bundeswehr-Brigade, sagte er litauischen Medienberichten zufolge.
Als Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage in Europa und das aggressive Auftreten Russlands hat die Bundesregierung zugesagt, einen gefechtsbereiten und eigenständig handlungsfähigen Kampfverband fest in Litauen zu stationieren. Die Brigade soll bis 2027 einsatzfähig sein. Vorgesehen ist eine dauerhafte Präsenz von bis zu 5.000 Soldaten.
Beliebt und nicht amtsmüde
Pistorius hatte das Amt des Verteidigungsministers am 19. Januar 2023 übernommen und mehrere Monate später die Stationierung der Brigade in Litauen zugesagt. Das Vorhaben wurde von ihm wiederholt als «Leuchtturmprojekt der Zeitenwende» bezeichnet.
Umfragen zufolge ist Pistorius der beliebteste Politiker in Deutschland. Der 64-Jährige machte wiederholt deutlich, dass er gerne noch Verteidigungsminister bleiben wolle.
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