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Nächste Woche wollen Griechenland und die Türkei erstmals seit 2016 wieder über ihren Gebietskonflikt im östlichen Mittelmeer verhandeln. Kurz vorher reist Außenminister Maas nach Ankara, um zu zeigen, wie wichtig diese Gespräche Deutschland und der EU sind.
Berlin: Außenminister Heiko Maas hofft auf eine dauerhafte Entspannung im Erdgas-Streit zwischen Griechenland und der Türkei. Die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen beiden Ländern in der kommenden Woche böten eine «reelle Chance» dafür, sagte Maas am Montag vor einem Kurzbesuch in Ankara. «Das positive Momentum der letzten Wochen muss Bestand haben, um verlorenes Vertrauen wieder herzustellen und die Grundlage für einen lösungsorientierten Dialog zu schaffen.»
Griechenland und die Türkei streiten seit langem über Gebietsansprüche im östlichen Mittelmeer. Im vergangenen Jahr war der Konflikt allerdings fast eskaliert. Griechenland wirft der Türkei vor, in Meeresgebieten nach Erdgas zu suchen, die nach internationalem Seerecht nur von Griechenland ausgebeutet werden dürften. Nach Lesart Ankaras gehören diese Gebiete zum türkischen Festlandsockel.
Am 25. Januar wollen die beiden Länder ihre Gespräche über eine Lösung des Konflikts wiederaufnehmen. Deutschland versucht seit Monaten zu vermitteln. Maas war deswegen schon im August nach Athen und Ankara gereist und hatte dabei eindringlich darauf hingewiesen, wie gefährlich die Lage sei. Der Streit habe sich zu einem «Spiel mit dem Feuer» entwickelt, sagte er damals.
«Dieses Spiel mit dem Feuer darf sich nicht wiederholen», sagte er nun vor seiner Abreise nach Ankara, wo er den türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu treffen will. Als Nato-Partner habe die Türkei die klare Verpflichtung, auch schwierige Streitfälle auf dem Verhandlungsweg unter Beachtung des Völkerrechts zu regeln und den Frieden in der Region nicht zu gefährden, betonte Maas. Daher sei es zu begrüßen, dass die Türkei seit Jahresbeginn Signale der Entspannung gesendet habe - nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten.
Maas würdigte unter anderem die vorzeitige Beendigung der seismischen Erkundungen vor Zypern durch den Abzug des Forschungsschiffs «Barbaros». Auch zwischen der Türkei und dem EU-Mitglied Zypern gibt es einen Konflikt um Erdgasvorkommen.
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