Stellungnahme des DBwV zum Bundesalimentationsgesetz
Beförderungsstopp für Feldwebel: Fragen über Fragen!
Schweriner Sicherheitsdialog: Künstliche Intelligenz zwischen Potenzial und Gefahr
Übertragung Tarifabschluss und verfassungskonforme Alimentation
Ein ambitionierter Auftrag des Verteidigungsministers: Die Reorganisation des Bereichs Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung
Der neue Player in der Innovationslandschaft der Bundeswehr
Neue Personalstruktur – nicht bloß ein Thema für das Unteroffizierkorps
Drei Tage nach Social Media-Verkündung: Verteidigungsminister und GI erlassen Tagesbefehl
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Nächste Runde für die Soldata: Bundesweite Job- und Bildungsmesse für Soldaten
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Erinnerung an Stefan Kamins
Erinnerung an Tobias Lagenstein und Thomas Tholi
Erinnerung an Hauptmann Markus Matthes
Gedenken: Erinnerung an Matthias Standfuß, Michael Diebel und Michael Neumann
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Von 284 eingekauften Schützenpanzern "Puma" sind nach Angaben von "Spiegel Online" nur 67 einsatzbereit. Foto: Bundeswehr/Daniel Dinnebier
Berlin. Auch wenn es Teile der Öffentlichkeit schockiert – „Spiegel Online“ macht in einem aktuellen Bericht erneut öffentlich, was in der Truppe jeder weiß: Die Fortschritte bei der materiellen Einsatzbereitschaft unserer Streitkräfte sind immer noch zu gering. Und vor allem: Sie entsprechen nicht den Ankündigungen der letzten Jahre!
Gleich in ihrer ersten Regierungserklärung am 24. Juli hatte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer die richtigen Ziele benannt und unterstrichen, dass sie die Verbesserung der materiellen Einsatzbereitschaft in den Fokus nimmt. Sie hat ausdrücklich erklärt, dass das Prinzip „Material auf Leihschein“ endlich vorbei sein soll. Und auch, wenn sie jetzt nachvollziehbar viel Kraft für den bevorstehenden Parteitag aufbringen muss - danach muss sie umso härter selbst daran arbeiten, Ihre Ziele zu erreichen.
Rückblick: Schon im Januar 2016 hatte Ursula von der Leyen verkündet, dass die Verwaltung des Mangels innerhalb der Bundeswehr der Vergangenheit angehören soll. Jetzt, Ende 2019, ist die materielle Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme noch immer ungenügend. Eigentlich sollte neben der Ersatzteilbeschaffung auch die Beschaffung der persönlichen Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten forciert werden, von der Neubeschaffung von Großgerät als Ersatz für Altsysteme ganz zu schweigen.
Des Weiteren sollte die nächste Brigade, die die NATO-Speerspitze „VJTF“ stellt und ab Anfang 2021 in die Vorbereitung geht, materiell so ausgestattet sein, dass sie ihren Auftrag aus eigener Kraft erfüllen kann. Ob die Ministerin diese Latte überspringt, wird entscheidend sein – für die Truppe ebenso wie für die Glaubwürdigkeit des BMVg selbst. Alle wissen, dass für die aktuelle VJTF mittels der „Operation Läusekamm“ nahezu das gesamte Gerät der Landstreitkräfte zusammengeliehen werden musste, was die Ausbildung und In-Übung-Haltung großer Teile der Streitkräfte enorm erschwert.
Abschließend bleibt festzustellen, dass gerade vor dem Hintergrund der Bedrohungen und einer nahezu zerbrochenen Weltordnung die schnelle Erhöhung der Einsatzbereitschaft unserer Bundeswehr von enormer Bedeutung ist. Und jedem Politiker sollte klar sein: Ein ‚Mehr‘ an internationalem militärischen Engagement kann es nur mit einer besseren Einsatzbereitschaft geben. Verantwortung gilt es nicht nur vermehrt international zu leben, sondern vor allem auch gegenüber den Soldatinnen und Soldaten. Das beginnt mit ausreichender sowie hervorragender Ausrüstung!
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