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Der Kanzler sieht eine neue Geschlossenheit Europas und wertet das als seinen Erfolg. Gleichzeitig beklagt er die Schwäche Europas im globalen Gefüge.
Berlin - Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich besorgt über die Rolle Europas in der Welt geäußert. «Was mich beschäftigt und auch, ich will es zugeben, beschwert, ist die Tatsache, dass wir zurzeit als Europäer auf der Welt die Rolle nicht spielen, die wir eigentlich spielen wollen und die wir auch spielen müssten, damit unsere Interessen hinreichend gewahrt bleiben», sagte der CDU-Vorsitzende in einem Interview des Partei-Kanals CDU.TV, das am Vormittag veröffentlicht werden soll.
«Wir sind angewiesen auf die Hilfe der Amerikaner»
Als Beispiel nannte er die Ukraine-Diplomatie. «Wir sind im Augenblick nicht in der Lage, genügend Druck auf Putin auszuüben, diesen Krieg zu beenden», sagte Merz. «Wir sind angewiesen auf die Hilfe der Amerikaner.» Gleichzeitig würden Länder wie China, Indien und Brasilien neue Partnerschaften mit Russland eingehen.
Merz: Europas Geschlossenheit hängt von Bundesregierung ab
Positiv bewertete Merz aber, dass Europa zu einer neuen Geschlossenheit zurückkehre. «Das hängt ganz wesentlich auch vom Engagement der deutschen Bundesregierung und in diesem Falle ganz wesentlich vom Engagement des deutschen Bundeskanzlers ab», sagte er. «Das ist keine Selbstüberschätzung, sondern das ist die Rolle, die von uns erwartet wird. Und ich versuche, diesen Erwartungen zu entsprechen, weil sie auch in unserem eigenen Interesse liegen.»
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